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Weinfest

22.10.2013

Querbeet durch die Musik

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„Querbeet“ nennt sich der Chor, der hält, was er verspricht. Bisher traten die Sänger um Dirigentin Bernadette Häring (3. von rechts) meist in Kirchen auf, nun erfreuten sie die Zuhörer des Weinfests in Dirlewang.

Gäste und der Männerchor Dirlewang sorgen für Stimmung

Dirlewang Sie kamen, sangen und siegten: Die Sängerinnen und Sänger des Chors „Querbeet“ aus Sontheim brachten unter der Leitung von Bernadette Häring frischen Wind in die herbstlich geschmückte Turnhalle der Grundschule in Dirlewang, passend zum Weinfest des örtlichen Männerchores.

Bislang sangen die Männer und Frauen meist in Kirchen

Schon mit dem Eingangslied „Oh happy Day“ eroberten sie das Herz der Gäste, die ihnen begeistert applaudierten. Die klaren Stimmen, die kraftvollen Töne und präzisen Einsätze sorgten für Furore. Der Chor, der seit rund 20 Jahren besteht, sang bisher meist in Kirchen. Hier waren es frische, moderne Lieder, die ankamen. Die Sänger waren „King of the Road“ und sangen die alpine, sehr berührende Pop-Ballade „Über’n See“ mit viel Feingefühl. Mit „Ma Nah Ma Nah“, dem Stück mit einer Lautfolge ohne Sinn von Piero Umiliani, war die Erheiterung des Publikums auf dem Höhepunkt. Spätestens als sie Paulchen Panthers Lied „Wer hat an der Uhr gedreht?“ sangen, stand fest: „Querbeet“ würde gewiss nicht zum letzten Mal mit diesen Liedern auf der Bühne stehen.

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Dass sich auch ein Männerchor, dessen Durchschnittsalter laut Vorsitzendem Helmut Gaspar über 60 Jahre beträgt, verjüngen kann, davon zeugten einige Lieder, die von den Gästen begeistert aufgenommen wurden. Dirigent Richard Hoffmann studierte nicht nur den Klassiker, den Jägerchor aus dem Freischütz von Carl Maria von Weber, ein, sondern auch Werke wie die Chansons „Amsterdam“ und „Butterfly“, die er für den Chor arrangierte. Das Popstück „Das (Dirlewanger) Rendezvous“ von Oliver Gies erzählt eine amüsante Liebesgeschichte inklusive Desaster, in der es zum Schluss heißt: „Dumm gelaufen! Schade!“ Dass passenderweise eine Strumpfhose und ein Büstenhalter auf die Tanzfläche flogen, sorgte für große Lacher.

Seit 40 Jahren singt Johann Irsigler in Dirlewang

Der Männerchor Dirlewang, am Klavier von Ludwig Salger souverän begleitet, zeigte den festen Willen, junge sangesfreudige Männer in seinem Kreis aufzunehmen, was ihm inzwischen gelungen ist. Das heißt aber nicht, ältere Sänger ins Abseits zu stellen – im Gegenteil. Der Solotenor Johann Irsigler konnte für stolze 40 Jahre Treue geehrt werden. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Gruppe Frundsberg vom Sängerkreis Unterallgäu überreichte Richard Hoffmann dem Jubilar Ehrennadel und Urkunde und brachte etliche Momente in Zusammenhang mit der Zahl 40, wie: „Vor 3 mal 40 Monaten sind wir uns das erste Mal begegnet – ich als blutjunger Chorleiter, Du als gestandener erster Tenor. Seit 9,5 mal 40 Monaten bist Du dem Verein als Schriftführer ein zuverlässiges Mitglied.“

Als Zugabe des Männerchores wünschten sich die Gäste das beliebte Bajazzo, in dem Helmut Gaspar seine Solostimme zum Besten gab. Nach dem verklungenen Applaus spielte die Gruppe „Fire Dance“ zum Tanz auf. Denn noch war das letzte Viertele Wein nicht ausgetrunken. (sid)

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