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Rammingen

11.07.2019

Rammingen schafft Mietwohnungen

Die Gemeinde Rammingen hat ihrem Gönner Luitpold Lipp im neuen Wohngebiet eine Straße gewidmet.
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Die Gemeinde Rammingen hat ihrem Gönner Luitpold Lipp im neuen Wohngebiet eine Straße gewidmet.
Bild: Wilhelm Unfried

Dank einer Erbschaft kann die Gemeinde nach dem Bau des Gemeindehauses das nächste Großprojekt angehen. Es geht um bezahlbaren Wohnraum.

In Rammingen spricht man nicht nur von sozialem Zusammenhalt, die Gemeinde tut auch etwas dafür. Nach dem neuen Gemeindehaus, das am 28. Juli eingeweiht wird, planen Bürgermeister Anton Schwele und der Gemeinderat das nächste Angebot für ältere Menschen: In einer geplanten Seniorenwohnanlage will die Gemeinde Wohnungen kaufen, um sie dann an Menschen, die sich keinen Kauf einer Wohnung leisten können, zu vermieten. Dass sich die Gemeinde dies alles leisten kann, hat sie einem Bürger der Gemeinde zu verdanken. Luitpold Lipp hinterließ nach seinem Tode im Jahre 1999 sein Vermögen der Gemeinde.

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Lipp verfügte, dass sein Vermögen, immerhin 1,3 Millionen Euro in bar und ein Mehrfamilienhaus, an die Gemeinde Rammingen fällt. 20 Jahre konnte die Gemeinde nicht direkt zugreifen und musste das Vermögen zusammenhalten. Der Überschuss sollte während der 20 Jahre jährlich an zehn Vereine ausgeschüttet werden. Nun ist diese Zeit vorbei. Und die Gemeinde will, so Bürgermeister Anton Schwele, das Vermögen nun im Sinne des Verstorbenen für soziale Zwecke einsetzen.

Was es im Gemeindehaus an Angeboten geben wird

Ein erster Anfang war das neue Gemeindehaus. Hier gibt es ein großes Angebot für die Allgemeinheit und speziell für Senioren: Dorftreff, Spielenachmittage und die Nachbarschaftskümmerer SOS (Sei ohne Sorge) sind im Haus untergebracht.

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Das neue Gemeindehaus wächst und gedeiht

Ein Teil des Erbes wurde gezielt für den Bau des Gemeindehauses hergenommen, das immerhin gesamt 2,8 Millionen kosten wird. Es bleibt aber noch etwas übrig vom Erbe. Mit dem Geld will der Gemeinderat Senioren ein weiteres Angebot machen. Im neuen Wohngebiet ist eine Seniorenwohnanlage mit rund 25 Wohnungen geplant. Dort soll unter anderem ein 24-Stunden-Notdienst angeboten werden.

Damit diese Wohnungen nicht von auswärtigen Investoren gekauft werden, habe die Gemeinde, so Schwele, mit dem Bauträger vereinbart, dass die Wohnungen zunächst nur an Ramminger gehen. Mindestens fünf Wohnungen will die Gemeinde selber kaufen und an Senioren vermieten, die sich keinen Kauf leisten können.

Vorkaufsrecht für Ramminger wurde vereinbart

Für die Wohnungen die übrig bleiben, haben zunächst Ramminger Senioren ein Vorkaufsrecht, danach wären Ramminger Bürger am Zuge. Und wenn dann immer noch Wohnungen übrig bleiben, dann würden sie zunächst an auswärtige Senioren gehen.

Diesen sozialen Aspekt ermöglichte der verstorbene Bauunternehmer Luitpold Lipp, der kinderlos verstarb und sein Vermögen der Allgemeinheit vermachte. Zu seinen Ehren hat die Gemeinde am neuen Gemeindehaus eine Erinnerungstafel angebracht. Und im neuen Baugebiet, wo die Seniorenwohnanlage gebaut wird, hat sie ihm eine Straße gewidmet.

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