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Erbe

24.05.2018

Reiter hoffen jetzt auf ruhigere Zeiten

Um das Max-Jörg-Vorwerk-Reiterheim gab es langjährige Auseinandersetzungen. Jetzt hat die Stadt die Grundstücke wieder zurückgekauft, um die Zukunft des Vereines zu sichern.
Bild: Helmut Bader

Die Hängepartie um die Besitzverhältnisse am Vereinsheim ist geklärt

Bei der Jahresversammlung des Reit- und Fahrvereines Bad Wörishofen stand erneut das Reiterheim im Mittelpunkt. Dieses war damals mit Hilfe einer Spende des Unternehmers Max Jörg Vorwerk in Höhe von 300000 Euro, einem Darlehen von 100000 Euro durch n Vorwerk an den Reitverein, sowie viel Eigenleistung der Vereinsmitglieder und erheblichen Mitteln aus der Vereinskasse entstanden. Nahezu zum Ende der Bauphase informierte die Stadt den Verein darüber, dass der Besitz der Grundstücke auf Max Jörg Vorwerk übergegangen sei. Nach dem Tod des Gönners stellte sich dann zur Überraschung aller heraus, dass die Grundstücke nicht dem Verein, sondern in den Besitz der Witwe Vorwerks übertragen wurden. Über lange Jahre hinweg versuchte der Verein nun, eine Einigung zu erzielen, was jedoch nicht gelang. Über diese langwierigen Auseinandersetzungen berichtete Rainer Hofmann detailliert.

Nun teilte Bürgermeister Paul Gruschka dem Verein kurz vor der Versammlung schriftlich mit, dass „am 9. Mai 2018 die notarielle Beurkundung des Kaufvertrages“ zwischen der Witwe und der Stadt Bad Wörishofen erfolgt sei. Dieses Schreiben verlas Rainer Hofmann wortgetreu und bedankte sich gemeinsam mit den übrigen Mitgliedern des Vorstandes bei den Stadträten und Bürgermeister Gruschka für ihre Hilfestellung. Somit wurde ein Stadtratsbeschluss vom Dezember letzten Jahres umgesetzt, bei dem in einer gesplitteten Entscheidung festgelegt wurde, dass die Stadt das Grundstück wieder zurückkauft, um dem Reitverein, wie es Bürgermeister Gruschka auch in seinem Schreiben an den Verein ausdrückte, „seine Zukunft, was die Nutzung des Reiterheimes und der Gerätehalle anbelangt, zu sichern.“ Dieser notarielle Vertrag werde aber „alsbald noch dem Stadtrat zur Genehmigung vorgelegt, um diesen über alle Einzelheiten in Kenntnis zu setzen“. Damit ist künftig auch wieder die Stadt Eigentümer des Vereinsheimes und wird dieses an den Reitverein verpachten. In der Versammlung zeigten sich die Vereinsmitglieder nun erleichtert, dass die mehrere Jahre dauernde Hängepartie nun wohl beendet sei.

Zuvor hatte der Vorsitzende Rudolf Jakwerth einen Rückblick auf das Jahr 2017 gegeben. Demnach habe man trotz der nicht gesicherten Besitzverhältnisse die Kreismeisterschaft der Reiter ausgerichtet. Bei auswärtigen Turnieren seien Erfolge wie 1. und 2. Plätze in Schwaben erreicht worden. Immerhin 24 mal konnte das Reiterheim vermietet werden, was ein wichtiger Faktor für die Finanzierung des Clubs darstelle. Dazu seien etliche Sitzungen zum Thema „Reiterheim“ erforderlich gewesen. Nun hoffe man, künftig auch wieder mehr Aktivitäten entwickeln zu können.

Über einen gesunden Kassenstand und einen leichten Zuwachs an Mitgliedern berichtete Kassiererin Melanie Heinzl, sodass der Entlastung der Vorstandschaft, die von Kassenprüferin Petra Hauke vorgeschlagen wurde, nichts entgegenstand. Sie scheidet aus diesem Amt aus, das künftig Horst Otto an ihrer Stelle übernimmt.

Im Ausblick auf die Veranstaltungen des aktuellen Jahres verwies Rudolf Jakwerth darauf, dass in diesem Jahr auf Grund der bis dahin noch ungeklärten Verhältnisse kein Turnier stattfinden könne. Dafür gibt es eine Neuerung im Angebot des Vereins: Polosport. Auch Ausgaben stünden in diesem Jahr an, so Jakwerth. Es müsse der Dressurplatz erneuert werden. Der Vorsitzende verwies jedoch auch darauf, dass die gesamte Reitanlage eine hervorragende Infrastruktur aufweise, wie man sie nicht allzu oft zu sehen bekomme.

Am Ende dankten die beiden Vorsitzenden Rudolf Jakwerth und Conny Günter Rainer Hofmann für seinen mehrjährigen Einsatz bezüglich des Reiterheimes. Jakwerth kündigte außerdem an, dass bei der nächsten Versammlung auch der Führungswechsel vollzogen werden könne. Wegen der ungeklärten Verhältnisse war der Vorstandschaft noch so lange im Amt geblieben.

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