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Gemeinderat

04.09.2018

Rekordhaushalt in Rammingen

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Die Räte nahmen zum ersten Mal auf den neuen Stühlen Platz, um den Haushalt 2018 zu beraten. Neben Bürgermeister Anton Schwele (vorne) hatten Kämmerer Claus-Dieter Hiemer (links) Christian Schöffel Platz genommen. <b></b>

In diesem Jahr werden vier Millionen Euro investiert. Noch kommt die Gemeinde ohne Schulden aus

Rammingen Der Ort hat knapp 1600 Einwohner und investiert in diesem Jahr um die vier Millionen Euro. Ist schon diese Zahl rekordverdächtig, so zeigt ein Blick in die Haushalte der vergangenen Jahre, dass Rammingen in zehn Jahren zehn Millionen investiert haben wird. Der von der Kämmerei der VG vorgestellte Haushalt umfasst gesamt 6,7 Millionen Euro, davon 2,6 Millionen Euro für den Verwaltungshaushalt.

Allerdings werden die Ramminger in den kommenden Jahren kleinere Brötchen backen müssen, denn aufgrund der vergangenen guten Jahre werden die Umlagen steigen und die Zuschüsse zurückgehen. Trotzdem sehen Bürgermeister Anton Schwele und die Kämmerer Claus Dieter Hiemer und Christian Schöffel die Gemeinde auf einem guten Weg, man werde auch zu Beginn des neuen Jahrzehnts schuldenfrei bleiben können.

Bei den Ausgaben ist natürlich der größte Brocken das neue Gemeindezentrum. 800.000 Euro sind für den Neubau, 300.000 Euro für die Außenanlagen veranschlagt. Passend dazu fand die Sitzung zur Verabschiedung des Haushaltes erstmals im neuen „Rathaus“ statt. Die Möbel für den Sitzungssaal waren erst einen Tag vorher angeliefert worden. Der Bürgermeister stellte deshalb zu Beginn einen kleinen Rückblick. Das Projekt werde etwas teurer, aber nur, weil man während der Bauzeit einige Dinge vergrößert habe. Alles sei vom Gemeinderat abgesegnet, Er dankte allen, die das Projekt begleitet haben, allen voran Hans Schindele mit dem Bauausschuss. Gefeiert wird dann offiziell im Juli 2019 nach dem Bezirksmusikfest.

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Hiemer nannte die Haushalte 2016 und 2017 bemerkenswert gut. In 2016 habe man zum Beispiel fast eine Million den Rücklagen zuführen können, geplant waren 480 000 Euro. Auch das Jahr 2017 werde hervorragend abschließen, so könne man vom Verwaltungshaushalt 1,1 Millionen an den Vermögenshaushalt überführen, geplant waren 660 000 Euro. Deutliche Mehreinnahmen habe es bei der Gewerbesteuer und dem Anteil an der Einkommenssteuer gegeben.

Dennoch hatte Hiemer auch einen Wermutstropfen: „Aufgrund der zeitverzögerten Wirkung des kommunalen Finanzausgleichs gestalten sich die kommenden Jahre schwieriger.“ So werde die Kreisumlage auf 742 000 beziehungsweise 846 000 Euro im Jahre 2019 klettern, dagegen gingen die Schüsselzuweisungen drastisch zurück. Sollten alle Investitionen wie geplant getätigt werden, werde man Ende des nächsten Jahres um eine Kreditaufnahme von 200 000 Euro nicht herum kommen. Des Weiteren müssten die Rücklagen angegriffen werden. Allerdings könnten die Schulden durch den Sondereffekt „Lipp-Vermögen“ bereits ein Jahr später wieder getilgt werden.

Im Haushalt 2018 werden die Gewerbesteuereinnahmen um 150.000 Euro auf 350.000 Euro zurückgehen. Dagegen kann die Gemeinde mit steigenden Einnahmen aus der Beteiligung an der Einkommenssteuer rechnen. Der Bund wird in diesem Jahr 850 000 Euro überweisen, das sind 110 000 Euro mehr als vergangenes Jahr.

Am Ende lobte Hiemer den Gemeinderat: „Sie haben in den vergangenen Jahren alles richtig gemacht. Die Haushaltslage ist sehr gut und dabei haben sie noch viele Werte geschafft.“ In seinem Ausblick weckte Hiemer sogar noch die Hoffnung, dass man im kommenden Jahr die Gebühren für Wasser und Abwasser senken könne, beide Einrichtungen seien kostendeckend und würden sogar Gewinn abwerfen.

Nicht kostendeckend seien die Friedhofsgebühren. Und auch der Kindergarten produziere steigende Defizite, der Fehlbetrag pendle sich bei über 200.000 Euro jährlich ein.

Bürgermeister Anton Schwele dankte Claus-Dieter Hiemer und Christian Schöffel für das doch umfangreiche Zahlenwerk – nur Eingeweihte wüssten, welche umfangreiche Arbeit dahinter stecke.

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