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09.03.2009

Renten reichen nicht zum Leben

Mindelheim (un/mz) - Das Thema Rente stand im Mittelpunkt einer Sitzung des DGB-Mindelheim zusammen mit dem DGB-Regionsvorsitzenden Werner Gloning im Hotel "Alte Post". Außerdem wurde für die DGB-Maiveranstaltung in Mindelheim eine neue Aktionsform beschlossen.

Millionen Menschen drohe Altersarmut, weil sie heute mit Hungerlöhnen abgespeist würden und gleichzeitig die Rentenleistungen um bis zu 25 Prozent gekürzt worden sind, so der DGB-Regionsvorsitzende Werner Gloning in der Diskussion. Drohende Altersarmut sei aber "nicht Gott gegeben" sondern die Folge politischer Fehlentscheidungen. "Deshalb brauchen wir einen politischen Kurswechsel für mehr Sicherheit im Alter", forderte Gloning.

Im Unterallgäu sei die Lage besonders kritisch. Im Bundesdurchschnitt betrage die gesetzliche Monatsrente rund 650 Euro. Im Unterallgäu dagegen nur rund 580. Die Unterschiede sind laut Gloning auf das niedrige Lohnniveau in der Region und auf die nach wie vor niedrige Erwerbstätigkeit von Frauen zurückzuführen.

Als Kernforderungen des DGB zur Rente nannte Gloning

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l den Ausbau der gesetzlichen Rente zur Erwerbstätigenversicherung

l die bessere Absicherung von Geringverdienern, Langzeitarbeitslosen und Erwerbseingeschränkten, sowie

l die Rücknahme der Rente mit 67.

Dies alles sei auch finanzierbar, wenn man die stetig steigende Produktivität - das heißt immer weniger Menschen erarbeiten immer mehr - zur Finanzierung der Rente heranziehe und wenn die Milliarden, die privaten Versicherungskonzernen "zugeschaufelt" würden, wieder in Richtung gesetzliche Rentenversicherung umgelenkt werden. "Das Märchen, dass private Absicherungen fürs Alter rentabler und sicherer seien, ist ja wohl spätestens mit der gegenwärtigen Finanzmarktkrise geplatzt," so Gloning.

Straßendiskussion

Das Thema Rente wird auch ein Schwerpunkt der DGB-Aktivitäten zum 1. Mai sein. Dabei beschreitet der DGB in Mindelheim auf Anregung von Richard Faußner von der Gewerkschaft ver.di neue Wege. Statt der traditionellen Veranstaltung will der DGB heuer mit einem sogenannten Infopfad "auf die Straße" gehen um dort mit Bodenzeitungen und anderen Aktionsformen die Positionen des DGB zu bestimmten Schwerpunktthemen verdeutlichen und mit der Bevölkerung darüber diskutieren.

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