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München – Lindau

21.12.2012

Resolution für den Ausbau

Freie Wähler fordern schnelle Elektrifizierung der Strecke

Mindelheim Zum Ausbau der Bahnstrecke MünchenLindau haben sich die Freien Wähler zu Wort gemeldet. Sie wollen im Landtag eine Resolution einreichen. So soll mit Nachdruck die Bedeutung des Projekts für den Wirtschaftsraum Allgäu manifestiert, das Vorhaben gerettet und seine Realisierung gesichert werden, heißt es in einer Pressemitteilung. „Die Strecke ist eine wichtige Verbindung für Personen- und Güterzüge nach Zürich sowie zum künftigen Gotthard-Basistunnel und damit eine unverzichtbare Achse aus Südbayern zum Wirtschaftsraum Oberitalien“, so die Freien Wähler.

Ursprünglich sollte das Projekt demnach 210 Millionen Euro kosten, zuletzt war von 298 Millionen Euro die Rede. Aktuell wird es nach Angaben der DB AG auf 310 Millionen Euro beziffert, erläutern die Freien Wähler. Dies hätte die endgültige Auswertung der Vorentwurfsplanungen ergeben, begründet die DB AG. Wer die realen Mehrkosten von 100 Millionen Euro tragen soll, sei zurzeit noch ungewiss.

Die Vertragspartner Bund, Freistaat Bayern und DB AG müssen sich über die Aufteilung der Mehrkosten schnellstens einigen, finden die Freien Wähler. Der Zeitpuffer reiche nur bis März 2013. Falle dann eine Grundsatzentscheidung pro Ausbau, wäre das zeitlich befristete Finanzierungsangebot der Schweiz nicht mehr gefährdet. „Die Zusage besteht seit zehn Jahren (!)“, betonen die Freien. Sie garantiere eine Vorfinanzierung von 50 Millionen Euro, ist aber an die Inbetriebnahme der Strecke im Jahr 2020 geknüpft.

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Nach DB AG-Informationen verschiebe sich eine Inbetriebnahme auf mindestens 2019. Das wäre gerade noch im Zeitplan, müsse aber durch kurzfristige Entscheidungen zementiert werden, meinen die FW. Das Bundesverkehrsministerium hat eigenen Angaben zufolge zusammen mit anderen Vertragspartnern die DB AG aufgefordert, Planungen zügig voranzutreiben, um die Inbetriebnahme 2020 sicherzustellen.

Verbündeter im Kampf um den Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke München – Lindau – Grenze ist auch die IHK Schwaben. Die Bahn sei gegenüber Straße (A 96) und Flugzeug (doppelt so viele Flugzeuge zwischen München und Zürich unterwegs wie Eurocity-Züge) bereits jetzt im Nachteil und könne bei einem Aus des Streckenausbaus in die Bedeutungslosigkeit fallen. (mz)

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