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Bürgerversammlung

23.11.2012

Ruhigere Zeiten in Stetten

Seit Ende Oktober laufen die Bauarbeiten zur neuen Verbindungsstraße von der Staatsstraße zum Neubaugebiet Stetten- Nord.
Bild: Markus Hofmann

Nach zuletzt vielen Investitionen will man verstärkt Schulden tilgen

Stetten Einen entspannten Eindruck machte Stettens Bürgermeister Peter Schropp bei der Bürgerversammlung im Gemeindehaus. Kein Wunder, denn nachdem die Gemeinde in den vergangenen Jahren viel Geld ausgeben musste, unter anderem für den Bau des Hochwasserdamms, blickt sie nun ruhigeren Zeiten entgegen. „Den nächsten Jahren können wir ohne großen Druck begegnen“, sagte Schropp. Auch die Haushaltslage entspanne sich zunehmend.

So baut Stetten schrittweise seine Schulden ab. Sie waren zur Finanzierung der wichtigen Bauvorhaben der Vorjahre aufgenommen worden. Betrug die Pro-Kopf-Verschuldung Anfang 2012 noch rund 927 Euro, wird sie laut Schropp bis Ende des Jahres auf 794 Euro sinken. „Wir haben 2011 und 2012 keine neuen Schulden gemacht und wollen das auch 2013 nicht tun“, sagte der Bürgermeister.

1,5 Millionen stehen als Fördersumme zur Verfügung

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Ganz zurücklehnen will man sich natürlich dennoch nicht. „Wir können uns nun verstärkt der Dorferneuerung widmen“, so der Bürgermeister. Vor Kurzem ist die Gemeinde in das Programm des Amts für Ländliche Entwicklung Schwaben offiziell aufgenommen worden. Als Fördersumme steht Stetten 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld stammt aus dem Bayerischen Dorferneuerungsprogramm, für das sich die Gemeinde bereits 1994 beworben hatte. Nun gilt es, gemeinsam mit der Bürgerschaft und im Gemeinderat zu beschließen, welche einzelnen Verschönerungsmaßnahmen in den nächsten Jahren angegangen und schrittweise umgesetzt werden können.

Abseits der Dorferneuerung bereits in vollem Gange sind die Baumaßnahmen rund um das Baugebiet Stetten-Nord. Seit Ende Oktober wird eine neue Verbindungsstraße von der Staatsstraße zur Nordsiedlung gebaut. In einem ersten Bauabschnitt war vor zwei Jahren bereits eine neue Einfahrt zur Staatsstraße errichtet worden. In der zweiten Phase wird nun unter anderem eine neue Brücke über den Auerbach gebaut. Dafür muss das Gewässer verlegt werden. Schropp geht davon aus, dass die Brücke bis zum Frühsommer 2013 fertig wird.

Kritik an Parksituation in der Bergstraße

Erfreut zeigte er über die Einwohnerstatistik. „In vielen Landgemeinden sinken die Einwohnerzahlen, bei uns ist das glücklicherweise derzeit nicht der Fall“, sagte Schropp. Im gleichen Atemzug warnte er vor einer zu starken Ausdünnung der Bevölkerung in ländlichen Orten, denn in einem solchen Fall verschlechterten sich oft die infrastrukturellen Bedingungen, was wiederum zu einer schlechteren Lebensqualität führe. Um jungen Menschen einen Baugrund in ihrer Heimatgemeinde zur Verfügung stellen zu können, sei zum Beispiel das Baugebiet Stetten-West auf den Weg gebracht worden. „Es ist so gut wie fertiggestellt“, sagte Schropp.

Bei der anschließenden Diskussionsrunde wies ein Bürger auf die zum Teil gefährliche Verkehrssituation an der stark befahrenen Hauptstraße im Bereich der Kirche hin. Stellvertretender Bürgermeister Franz Kuen, der die Diskussion leitete, sicherte zu, dass sich der Gemeinderat des Themas annehmen werde. Ein anderer Bürger beschwerte sich über die aus seiner Sicht verheerende Parksituation in der Bergstraße. Oft sei die Straße an beiden Seiten so zugeparkt, dass kaum mehr ein Auto durchkomme, sagte er.

Kuen schlug vor, im Hinweisblatt der Gemeinde darauf aufmerksam zu machen, dass gerade auch in den Wintermonaten Platz frei bleiben müsse, damit zum Beispiel ein Schneepflug durch die Straße fahren könne. In der Runde angeregt wurde ebenso, das Mitteilungsblatt der Gemeinde auf die neue Internetseite Stettens zu stellen.

Termin Die Bürgerversammlung im Ortsteil Erisried findet am kommenden Dienstag, 27. November, im Pfarrstadl statt. Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr.

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