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Seniorenheime

29.04.2015

SPD im Kreistag distanziert sich von Äußerungen des Landrats

Unterschiedliche Auffassungen gehörten zur Demokratie

In einer Presseerklärung wehrt sich die SPD- Kreistagsfraktion gegen entsprechende Vorwürfe und Anschuldigungen insbesondere von Landrat Hans-Joachim Weirather in der Diskussion rund um die Kreisseniorenwohnheime:

„Es gab weder von mir noch aus der SPD irgendwelche Vorwürfe oder Anschuldigungen in Sachen Kreisaltenheime, wie von Landrat Weirather öffentlich kommuniziert“, so Fraktionsvorsitzender Michael Helfert. Es gäbe seiner Meinung nach allerdings offene Fragen. Die SPD habe in einem schriftlichen Antrag vom Februar an den Landrat deshalb Informationen zu den Altenheimen eingefordert. „Das haben wir vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels zukunftsgewandt getan, vor allem im Hinblick auf Personalgewinnung und –pflege“, so Helfert weiter. Dass es dazu unterschiedliche Auffassungen gäbe, gehöre zu einer Demokratie und sollte nicht Anlass zu persönlichen Angriffen sein.

„Wir haben das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kreisseniorenwohnheimen niemals angezweifelt und deren Arbeit verdient unseren Respekt“, so Kreisrat Helmut Koch weiter in der Presseerklärung. Auch die Aussage des Landrates, dass Helfert der Meinung sei, bei den Kreisseniorenheimen gehe Wirtschaftlichkeit vor Menschlichkeit, sei nicht nachvollziehbar. „Wir wollen eine Diskussion führen, wie die hohe Pflegequalität auch in Zukunft gesichert werden kann. Dabei muss es um eine Balance zwischen betriebswirtschaftlichem Erfolg und menschlicher Pflege gehen“, so Koch.

Es sei durch den Landrat auch der unzutreffende Eindruck erweckt worden, SPD-Fraktionschef Michael Helfert habe eine übermäßige Personalmehrung gefordert. Die SPD-Fraktion wolle aber lediglich Informationen, wie auf der Basis veränderter gesetzlicher Bestimmungen künftig der Personalschlüssel geplant sei. „Wir haben da schon auch ein Auge darauf, was finanzierbar und gesetzlich möglich ist“, so Koch.

Man hoffe nun auf eine sachliche Diskussion und Information in der Kreistagssitzung vom 29. Juni. Diesen Termin habe der Landrat bei einem Gespräch mit der SPD-Kreistagsfraktion in Aussicht gestellt. „Gerade weil wir Kreisräte keine Pflegeheim-Experten sind und dennoch verantwortungsvoll entscheiden wollen, ist eine umfassende Information für uns wichtig“, so Helfert. (mz, ara)

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