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Mindelheim

15.01.2019

SPD will schöneren Bahnhof und mehr Ärzte in Mindelheim

Wenn es nach der SPD geht, soll sich die Stadt Mindelheim darum bemühen, das Bahnhofsgebäude zu kaufen.
Bild: Johann Stoll

Wenn es nach den Sozialdemokraten geht, soll die Stadt das alte Bahnhofsgebäude kaufen und sanieren.

Was würden sich SPD-Stadtratsfraktion und Ortsverein wohl wünschen, wenn sie einen Wunsch frei hätten? Beim Neujahrsempfang im Hotel „Alte Post“ machten die Genossen daraus kein Geheimnis: Dass die Stadt das Bahnhofsgebäude kaufen soll, forderte Mehmet Yesil. „Als Kreisstadt verdiene Mindelheim eine „bessere Visitenkarte für Bahnreisende“, begründete er seinen Antrag und plädierte im Sinne einer vorausschauenden Städteplanung auch für eine komplette Umgestaltung des Vorplatzes. „Die Stadt sollte das Heft des Handelns endlich selbst in die Hand nehmen, empfahl er und warf der Bahn vor, sich seit Jahren bei diesem Thema taub zu stellen.

„Ist die Stadt erst einmal Besitzer des in die Jahre gekommenen Gebäudes, kann sie eine Nutzung selbst bestimmen“, so der Kommunalpolitiker. So kann sich der SPD-Ortsverein vorstellen, dass dort beispielsweise eine Mobilitätszentrale gut aufgehoben wäre und mit Flexibus, Car-Sharing, Mitfahrzentrale und Fahrradverleih weitere reisenahe Dienstleistungen angeboten werden könnten. Zudem, so glauben die Genossen biete sich das Bahnhofsgebäude in Superlage auch für ein Ärztehaus an.

Die Zukunft der medizinischen Versorgung in Mindelheim ist nicht rosig

Roland Ahne nahm diesen Ball auf und äußerte sich besorgt über die medizinische Haus- und Fachärzteversorgung in Mindelheim und seinen Ortsteilen. Die Zukunft sah hier der Dritte Bürgermeister alles andere als rosig und riet dringend, dieser Entwicklung gegenzusteuern.

„Von den 23 in Mindelheim praktizierenden Ärzten sind dreizehn 60 Jahre und älter“ informierte er. Zur Verbesserung der Infrastruktur schlug Ahne vor, bei der Vergabe von Bauplätzen Ärzte zu bevorzugen, die sich in Mindelheim niederlassen wollen. In diesem Zusammenhang plädierte der Vizerathauschef für eine Kooperation des Klinikums Mindelheim mit der Universitätsklinik in Augsburg. Und was ihm noch wichtig erschien: Die Kreisklinik sollte sich für das Lehr- und Forschungsprojekt „Beste Landpartie Allgemeinmedizin“ des Bayerischen Gesundheitsministeriums und der TU München bewerben und angehenden Ärzten eine Ausbildung, sprich Praxisjahr, in Mindelheim schmackhaft machen.

Mit der CSU-Fraktion im Stadtrat ist sich die SPD außerdem einig: „Die Stadt braucht ein weiteres Parkhaus“. Während Roland Ahne den Standort „Norma-Parkplatz“ favorisierte und dies mit einer Belebung der Unterstadt begründete, bevorzugte Ortsvorsitzender Thomas Riederle das Areal am Forum. Ihm gab Stadtrat Ulrich Manlig recht. Auch er glaubt, dass eher ein Parkhaus am Forum angenommen wird. Ingrid Friedrich schlug die Ermittlung weiterer geeigneter Standorte, die Erstellung einer Machbarkeitsstudie sowie Verhandlungen mit Eigentümern vor.

In naher Zukunft bekommt Mindelheim keine neue Tiefgarage

Solchen Bestrebungen gab Bürgermeister Stephan Winter jüngst erst einmal einen Dämpfer. Der Rathauschef rechnet in diesem Jahr mit einem Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen und legte das Projekt Parkhaus aus finanziellen Gründen vorläufig auf Eis, was den SPD-Ortsverein jedoch nicht davon abhält am Bau eines Parkhauses, an welchem Standort auch immer, festzuhalten. Hier geht es zum Artikel: Mindelheim verzichtet auf eine zweite Tiefgarage

So riet Roland Ahne der Verwaltung (Bauamt) auf jeden Fall eine Planung zu erstellen, und bei günstiger Kassenlage das Projekt sofort in Angriff zu nehmen.

Angesichts eines zunehmenden Verkehrsaufkommens in der Innenstadt sprach sich SPD-Ortsvorsitzender Thomas Riederle für eine deutliche Verkehrsentlastung aus. Um Autobahnzubringer und auch die Firma Grob ansteuernde Fahrzeuge von der City fern zu halten, sei eine Entlastungsumgehung dringend nötig, erklärte er. Riederle empfahl der Stadt, darauf zu drängen, dass eine Umgehung möglicherweise im Zuge der Umfahrung Hausen realisiert wird.

Klagen über den schlechten Zustand mancher Straßen

Den schlechten Zustand der Straßen in Mindelheim und den Ortsteilen beklagte Stadtrat Ulrich Manlig. „Hier besteht dringend Handlungsbedarf“ mahnte er an und kündigte die von der Stadt vordringlich erachteten Sanierungsmaßnahmen an. So stehe unter anderem die Sanierung der Dorfstraße und im gleichen Zuge der Ausbau der Bergstraße in Mindelau an. Vordringlich sei auch die Erschließung des „Baugebietes Nord“.

In den Jahren 2019 bis 2021 seien in Mindelheim die Sanierung der Reißner- wie auch der Hauptlehrer-Lang-Straße vorrangig. Auch die Ortsstraße in Unterauerbach werde ausgebaut.

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