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Türkheim

02.01.2021

Salamander kommt gestärkt aus der Krise

Weil die Weihnachtsfeier coronabedingt ausfallen musste, überreichte die Salamander Geschäftsführung an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Dankeschön einen „Take-Away“-Gastronomie-Gutschein Unterallgäu.
Bild: Salamander

Plus Erst schien die Corona-Pandemie weit weg zu sein. Doch dann erkannte Personalchef Johannes Böck, dass auch das Türkheimer Unternehmen vor ganz neuen Herausforderungen steht.

Die Salamander Industrie-Produkte GmbH mit Stammsitz in Türkheim gehört zu den führenden europäischen Qualitätsgebern für energiesparende, designorientierte Fenster- und Türsysteme. Bei einem Umsatz von über 256 Millionen Euro beschäftigt Salamander weltweit insgesamt rund 1450 Mitarbeiter, davon ca. 60 Auszubildende an mehreren Standorten und vertreibt seine Profilsysteme in über 50 Ländern der Welt. Personalleiter Johannes Böck blickt auf ein turbulentes Jahr zurück.

Wie geht es Ihnen persönlich?

Persönlich geht es mir ausgezeichnet. Glücklicherweise ist niemand in meinem näheren Umfeld bisher an Corona erkrankt, aber natürlich fühle ich sehr mit allen Familien, die persönlich betroffen sind, mit. Mir geht es in Anbetracht der aktuellen Welt- und Wirtschaftslage gut. Ich habe das Glück mit Salamander in einer stabilen Branche zu arbeiten (Fenster- und Türsysteme). Wir konnten trotz der angespannten Situation, die überall herrscht, Vieles im Unternehmen erreichen und vorantreiben.

Johannes Böck

Wann erfuhren Sie zum ersten Mal von Corona?

Das erste Mal von Corona gehört habe ich wahrscheinlich, wie die meisten Menschen, aus den Nachrichten, als im letzten Jahr über die Situation in China berichtet wurde. Als unsere Betriebsärztin dann am 9. März 2020 auf uns zukam und darauf hingewiesen hat, dass wir uns mit dem Thema im Unternehmen befassen müssen, war ich im ersten Moment schon sehr überrascht.

Was war da Ihr erster Gedanke?

Zunächst erschien mir das Virus noch weit weg zu sein, aber aufgrund der Globalisierung und der weltweiten Vernetzung war mir klar, dass wir höchstwahrscheinlich davon nicht verschont bleiben werden. Die momentane Situation war damals natürlich noch nicht greifbar.

Wie haben Sie dann darauf reagiert?

Wir haben ruhig und besonnen darauf reagiert. Wir haben im Unternehmen eine Arbeitsgruppe gebildet, die Maßnahmen aufgestellt, geplant und umgesetzt hat.

Welche Maßnahmen wurden konkret ergriffen?

Wir haben die IT-Infrastruktur für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch einmal optimiert und Räume geschaffen, um Abstände einzuhalten. Wir haben von persönlichen Meetings zu Online-Meetings umgestellt, Masken für alle zur Verfügung gestellt, die Schichtübergabe entzerrt, die Hygienemaßnahmen vor Ort noch einmal erhöht und teilweise auf Home-Office-Konzepte gesetzt. Bewährt hat sich mit Sicherheit die Kombination aus allen Maßnahmen, vor allem die Maskenpflicht außerhalb des eigenen Arbeitsplatzes wurde gut angenommen und umgesetzt von den Kolleginnen und Kollegen.

Gab/gibt es Kurzarbeit?

Bei der Salamander Industrie-Produkte GmbH gab es teilweise Kurzarbeit. Von der Kurzarbeit betroffen war das Tochterunternehmen Salamander Premium Solutions (ehemals Salamander Bonded Leather). Der Hersteller von Materiallösungen aus wiederaufbereiteten Lederabschnitten war aufgrund der Märkte wie Italien stark betroffen vom Lockdown. Glücklicherweise war und ist der Bereich der Fenster- und Türsysteme nicht betroffen.

Wie ist Ihre Einschätzung: Wie wird sich die Wirtschaft allgemein und Ihr Unternehmen in den kommenden Monaten entwickeln?

Wir hoffen, dass sich die Märkte beruhigen, insbesondere für Salamander Premium Solutions und wir hier wieder volle Fahrt aufnehmen können. Für Salamander Window & Door Systems gehen wir davon aus, dass es weiterhin positiv in die Zukunft geht. Mit unserem Strategieprogramm S 500 streben wir als Unternehmen bis 2030 die rentable Verdopplung des Umsatzes auf 500 Millionen Euro sowie die widerstandsfähige Ausrichtung der Unternehmensgruppe gegen konjunkturelle Schwankungen an. Erfolg in schwierigen Marktbedingungen ist unserer Überzeugung nach möglich, wenn wir gemeinsam unseren bestmöglichen Beitrag dazu leisten. Salamander hat sich besonders auch in diesem Jahr als attraktiver Arbeitgeber bewiesen, der auch Stabilität in Krisenzeiten bietet.

Welche Schlüsse für die Zukunft haben Sie aus der Pandemie gezogen?

Ich denke, dass es noch zu früh ist, um Schlüsse zu ziehen. Aber die Corona Covid-19 Pandemie hat uns abermals gezeigt, wie wichtig es ist als Unternehmen gegen krankheitsbedingte Ausfälle und konjunkturelle Schwankungen gut aufgestellt zu sein. Wir bei Salamander haben mit unserer Strategie auch diese Herausforderungen gemeinsam meistern können.

Gab es positive Erkenntnisse?

Positiv für uns ist, zu sehen, wie gut jeder Einzelne bei uns im Unternehmen mit der Situation umgeht. Das Bewusstsein und die Verantwortung sind auf jeden Fall gegeben. Das Miteinander wurde einmal mehr gefestigt. Dafür sind wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr dankbar. Ein weiterer positiver Aspekt sind sicher auch die Online-Meetings, die uns aufgezeigt haben, dass man gut und gerne auf die ein oder andere Reisetätigkeit verzichten und somit die Umwelt schonen kann, in dem man zum Beispiel nicht ins Flugzeug steigt und sich stattdessen digital verabredet. Wir wollen das auch in Zukunft beibehalten und damit einen weiteren aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das Klima zu schonen und Nachhaltigkeit, sind Themen, die uns sehr am Herzen liegen.

Wenn Sie „Ihr Jahr“ mit zwei drei Sätzen beschreiben müssten…

Ich würde sagen, dass es ein spezielles Jahr war – eines das man so sicher nicht geplant hätte. Dennoch haben wir bei Salamander im Jahr 2020 auch Herausragendes geleistet und Herausforderungen gemeistert. Ein großer Dank gilt dabei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Gemeinsam bewegen wir Großes. Wir können sogar Produktivitätssteigerungen verzeichnen und haben unsere Mitarbeiterzahl gesteigert.

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