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Geschichte

17.03.2015

Sanierungsfall Burgmauer

Josef Schwarz
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Josef Schwarz

Unter dem wilden Grünzeug zeigt sich, wie dringend die Arbeiten sind. Die Stadt gibt dafür heuer mehr als eine halbe Million Euro aus

Wie groß die Schäden an der Befestigungsanlage der Mindelburg tatsächlich sind, kommt in diesen Tagen und Wochen nach und nach ans grelle Tageslicht. Arbeiter haben sich daran gemacht, die Burgmauer von wildem Bewuchs zu befreien. Fast überall zeigt sich, wie sehr das historische Gemäuer beschädigt ist.

Der Memminger Architekt Prof. Dr. Josef Schwarz koordiniert die Arbeiten, die von der Firma Dobler ausgeführt werden. Er sagt, „wir nehmen das Grün zurück, um den Burgring wieder freizustellen“. Ziel sei es, einen Rundgang um die Mindelburg möglich zu machen. Efeu zum Beispiel kommt weg.

Die Mauern werden nach und nach ausgebessert. Über das ganze Jahr hinweg werden ein paar Arbeiter immer wieder oben auf der Burg beschäftigt sein. Auf die Mauern kommt dann Hartsandstein, der aus Vorarlberg bezogen wird.

Die Bauzeit lässt sich nicht eindeutig bestimmen

Aus welcher Zeit die Burgmauern sind, kann Schwarz nicht exakt sagen. Es seien bisher noch keine eindeutigen Spuren aufgetaucht, die die Bauzeit genau datieren ließen. Sicher ist nur, dass an der Burgmauer zu verschiedenen Zeiten gearbeitet wurde. Schwarz schätzt, dass die Mauer nordöstlich der Burg rund 250 Jahre alt ist.

Die Stadt nimmt für die Sanierung der Mauern viel Geld in die Hand, wie der Leiter des Hochbauamtes, Hermann Schröther, berichtete. 520 000 Euro stehen heuer im Haushalt. Kommendes Jahr sollen weitere 320 000 Euro in die Mauern gesteckt werden. Das hängt allerdings noch von der Haushaltslage ab.

Auf der Südseite ist bereits ein Stück Mauer abgebrochen. Dieses muss in einem weiteren Bauabschnitt wieder stabilisiert werden. Eine mittelalterliche Burg zu erhalten, sei Daueraufgabe, sagt Schröther. Kaum sind die Arbeiten am einen Ende beendet, geht es an anderer Stelle bereits wieder weiter.

Saniert werden auch die Rondelle, auf denen die Kanonen aus dem 19. Jahrhundert stehen. Eine Kanone ist wegen der Bauarbeiten bereits abgebaut worden und im Bauhof zwischengelagert.

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