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Kirche

17.06.2018

Schmuckstück für den „Schlampertoni“

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2 Bilder
Dekan Andreas Straub weihte die sanierte Antoniuskapelle. Bürgermeister Stephan Winter und Architekt Peter Kern (von rechts) sind stolz auf das Projekt.
Bild: Issing

Die Antoniuskapelle in Mindelheim wurde vier Jahre saniert

Nach dem Wallfahrts-Kirchlein „Maria Schnee“ im Eichet erstrahlt nun auch die Antonius-Kapelle in der Luxenhoferstraße innen wie außen in neuem Glanz. Ganze vier Jahre hat es gedauert, bis die 70000 Euro teure Restaurierung abgeschlossen war. „Auch die Sanierung einer kleinen Kapelle erfordert mitunter große Anstrengungen und viel Kopfzerbrechen bei den Detailmaßnahmen“, begründete Architekt Peter Kern die ungewöhnlich lange Zeit. Da galt es, den Putz im Inneren der Kapelle zu erneuern und die Decken und Wände farbig zu fassen. Ausgetauscht wurden auch Fenster und Türen. Das Dach war neu einzudecken und die Außenfassade bekam einen neuen Anstrich. Nicht zu vergessen auch die Restaurierung und Reinigung des Altares und die Zurücksetzung der „Mensa“ (Altartisch). Schließlich wurde auch der Sitzkomfort bei der Bestuhlung verbessert.

Feierliche Dankandacht 

Während einer feierlichen Dankandacht segnete Dekan Andreas Straub die erstmals 1749 urkundlich erwähnte Kapelle. Zu der Feier hatten sich zahlreiche Gläubige, unter ihnen auch viele Stadträte eingefunden. Straub beschrieb den Heiligen Antonius in seiner Ansprache als „einen aktuellen Heiligen und Fürsprecher für Menschen in Not und auch solche, die auf der Suche nach verlorenen Gegenständen sind, den Sinn des Lebens hinterfragen und dabei Christus finden“. Unzählige Gläubige haben in der Antonius-Kapelle den im Jahre 1195 in Portugal geborenen „Patron der kleinen Dinge“ mit dem Scherznamen „Schlampertoni“ schon um Hilfe gebeten und ihr Scherflein geopfert. Dessen war sich auch Bürgermeister Stephan Winter bewusst. „Es sind die kleinen Kirchlein am Wegesrand, die den Reiz unserer Stadt ausmachen und zum Verweilen, zur stillen Einkehr und zum Gebet einladen“, unterstrich der Rathauschef in seinem Grußwort. Wie auch Dekan Andreas Straub dankte er allen Handwerkern, dem Architekten und den Sponsoren. Zu denen zählten neben zahlreichen Bürgern auch der Freundeskreis Alt-Mindelheim, die Bürger- und die Sparkassenstiftung wie auch der Bezirk Schwaben. Der besondere Dank des Bürgermeister galt Hermann Schröther vom Bauamt, der wie Winter sagte „das Projekt vorbildlich betreut hat“.

Gesang für Antonius

Bei allen Lobesworten kam auch der Heilige Antonius nicht zu kurz. Er wurde mit Gesang geehrt. „Was wir vergessen und verloren, vor Gottes Augen liegt es da, uns hilft ein Freund es aufzuspüren: Antonius von Padua“, sangen die zur Andacht Versammelten.

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