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Kunststofftechnik in Kirchheim

07.02.2018

Schneider investiert kräftig

Zwei Roboter arbeiten in der Fertigungszelle prozessgesteuert Hand in Hand. Durch die Modernisierung wird die Produktion um ein Drittel gesteigert.
Bild: Schneider

Die Kirchheimer Firma erweitert und modernisiert ihre Produktion. Dafür nimmt sie rund 700000 Euro in die Hand.

Die Schneider Kunststofftechnik GmbH hat ihre Produktion am Firmensitz in Kirchheim ausgeweitet und modernisiert. Dafür investierte das Allgäuer Familienunternehmen eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Monaten rund 700000 Euro.

Schneider hat seinen Maschinenpark von 13 auf 17 Spritzgießmaschinen aufgestockt – darunter zwei vollelektrische Spritzgießmaschinen sowie zwei vollautomatische Fertigungszellen mit drei Knickarm-Robotern. So steige die Kapazität in der Produktion um rund ein Drittel.

„Unsere Bestandskunden fragen größere Mengen nach und auch potenzielle Neukunden kommen verstärkt auf uns zu“, erklärt Drita Schneider, Geschäftsführerin der Schneider Kunststofftechnik, die technische Kunststoffteile für Kunden der Automobilbranche, dem Maschinenbau sowie der Verpackungs- und Sensortechnik fertigt. „Da war es für uns als zukunftsorientiertes Familienunternehmen nur folgerichtig, den Schritt der Erweiterung und Modernisierung in der Produktion zu gehen. Damit können wir jetzt und auch in Zukunft die steigende Nachfrage aus dem Markt optimal bedienen.“

Jetzt sind drei Schichten möglich

Das Highlight des modernisierten Maschinenparks sind die neuen drei Roboter. Der Vorteil der neuen vollautomatischen Fertigungszellen mit integriertem Knickarm-Roboter liegt für Betriebsleiter Reinhard Fendt auf der Hand: „Bisher haben wir im Zweischichtbetrieb montiert. Nun können wir drei Schichten am Tag fahren, das ergibt ein Kapazitätsplus von rund einem Drittel“, sagt er. Zwei der drei Roboter produzieren Kunststoffteile für Kartuschen. „Bisher haben wir pro Tag rund 10000 Teile produziert. Die Roboter schaffen jetzt täglich bis zu 15000 Stück“, so Fendt. Die dritte Roboteranlage produziert Schlüssel und wurde speziell für den Auftrag eines Neukunden angeschafft. Pro Jahr fertigt die Maschine 2,5 Millionen Schlüssel und das voraussichtlich zehn Jahre lang.

Die zunehmende Automatisierung soll aber nicht auf Kosten der Mitarbeiter gehen. „Im Gegenteil: Alle Mitarbeiter werden auch weiterhin bei uns beschäftigt – mit dem kleinen Unterschied, dass wir jetzt einfach noch größere Aufträge machen können und mit der Investition langfristig die Arbeitsplätze sichern“, betont Schneider. Das Allgäuer Familienunternehmen beschäftigt in der Produktion 19 Mitarbeiter.

Durch die neuen Maschinen werde auch Energie eingespart, heißt es weiter vonseiten der Firma. „Wir ermitteln systematisch unseren Energieverbrauch und optimieren diesen laufend“, erklärt die Geschäftsführerin. Dafür hat das Familienunternehmen ein neues Umwelt- und Energiemanagementsystem auf die Beine gestellt, das zertifiziert ist. Schneider ist zudem Teilnehmer im Umweltpaket Bayern, einer Vereinbarung der bayerischen Staatsregierung und der Bayerischen Wirtschaft zum kooperativen Umweltschutz. Dabei sollen Ressourcen geschont, Abfall und Abwasser vermieden und CO2 eingespart werden. (mz, jm)

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