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Dorferneuerung

28.03.2011

Schön nach Plan

Amberg will sein Ortsbild aufpolieren und grämt sich über zu viel Verkehr

Amberg Auch anderthalb Jahre nach der Auftaktveranstaltung ist in Amberg das Interesse an der Dorferneuerung nicht gesunken. In der Gaststätte „Deutscher Kaiser“ begannen engagierte Bürger damals, nach Wegen zu suchen, um das Leben in Amberg aufzuwerten. Bei einer außerordentlichen Bürgerversammlung an gleicher Stelle wurde am Dienstagabend nun eine Zwischenbilanz vorgestellt.

Um die 60 Bürger haben in fünf Arbeitsgruppen einen Maßnahmenkatalog mit 84 Punkten erarbeitet. Die teils visionär anmutenden Vorschläge reichen von einer Erschließung des Baggersees für Badegäste, über Streuobstwiesen an den Dorfrändern, einer Begrünung innerorts, bis hin zur Öffnung des verrohrten Dorfbachs. Heike Puschmann zufolge, die dem Arbeitskreis „Dorfbegrünung“ angehört, soll all das einen Beitrag zur künftigen Lebens- und Wohnqualität in Amberg leisten.

Martin Hofmann vom beauftragten Architektur- und Planungsbüro Hofmann und Dietz in Irsee fasste die Ideen der übrigen Arbeitskreise zusammen. Demnach wünschen sich die Amberger einen öffentlichen Spiel-, Aktiv-, und Skaterplatz, einen Brunnen, die Neugestaltung des Kirchenvorplatzes und vor allem eine Lösung für die schwierige Verkehrssituation im Ort.

Schön nach Plan

Zu den obersten Zielen gehört ein Gemeinschaftshaus

Damit bestätigten sich die Prioritäten, die ein 24-köpfiges Gremium, bestehend aus Vertretern der Arbeitskreise und des Gemeinderates, vor gut einem Monat gesetzt hatte. Zwar suchen die Amberger auch nach Strategien, wie sich die teils historischen Höfe, die zu verfallen drohen, erhalten lassen. Noch stärker aber ist die Sehnsucht nach einer neuen Dorfmitte, einem Zentrum, das die gewachsene Einheit des Dorfes symbolisiert. So fanden der Vorschlag eines Dorfgemeinschaftshauses und eines Dorfplatzes als Versammlungsort die meiste Zustimmung

Enttäuschte Hoffnung auf eine Umgehungsstraße

Damit ist allerdings auch das ungelöste Verkehrsproblem wieder unmittelbar berührt. Die Amberg durchschneidende Kreisstraße lässt nur wenig Gestaltungsspielraum. Die Hoffnung auf eine Umgehungsstraße sei mittlerweile in weite Ferne gerückt. Das habe Landrat Hans-Joachim Weirather (FW) zu verstehen gegeben, erklärte Bürgermeister Peter Kneipp (FW).

Amberg fühlt sich als Opfer der nur halb vollendeten Y-Umgehungsstraße in Türkheim. Immer mehr von Westen kommende Lastwagen, so hieß es bei der Bürgerversammlung, würden von ihren Navis von der Autobahnausfahrt Buchloe durch Wiedergeltingen oder Amberg zu Salamander oder zur Papierfabrik Lang gelotst.

Die in Prognosen für 2015 vorhergesagte Verkehrsbelastung sei schon jetzt erreicht. Da mache der von Architekt Hofmann angedachte stellenweise Rückbau der Hauptstraße keinen Sinn.

Bis Ende des Jahres will das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben in Krumbach festlegen, für welche Maßnahmen sich Amberg Fördermittel erwarten darf.

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