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26.07.2010

Schöner leben

Der Blick auf Amberg vom Schlossplatz aus. Wie Amberg in Zukunft aussehen soll, damit befassen sich derzeit die Arbeitskreise der Dorferneuerung. Nun haben sie erste Ergebnisse präsentiert. Foto: Florian Eisele
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Der Blick auf Amberg vom Schlossplatz aus. Wie Amberg in Zukunft aussehen soll, damit befassen sich derzeit die Arbeitskreise der Dorferneuerung. Nun haben sie erste Ergebnisse präsentiert. Foto: Florian Eisele
Bild: Florian Eisele

Amberg Das bei der Durchfahrt auf den Autofahrer nicht unbedingt beschaulich wirkende Dorf Amberg hat diesem ersten Anschein zum Trotz regelrechte Fans - vornehmlich jedoch weniger unter Touristen als bei seinen Einwohnern selbst.

Davon konnten sich die das Dorferneuerungsvorhaben fachlich begleitende Baurätin Huberta Bock vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben in Krumbach und Martin Hofmann vom Architektur- und Planungsbüro Hofmann und Dietz in Irsee bei der zweiten Gesamtarbeitskreissitzung im Gasthof Deutscher Kaiser am Freitagabend einmal mehr überzeugen. Das lebhafte Interesse an einer baulichen wie sozialen Aufwertung ihres Dorfes ist seit der Auftaktveranstaltung vor einem dreiviertel Jahr in den fünf Arbeitskreisen ungebrochen.

Überlegungen zu fünf Schwerpunktthemen angestellt

Seit Dezember existieren sie bereits und sind für alle Amberger offen, die ihre Ideen und Vorstellungen zu den fünf Schwerpunktthemen Dorfgemeinschaft, Verkehr, Begrünung, Gebäude und Chronik einbringen möchten. Anregungen holten sich die Teilnehmer der Arbeitskreise unter anderem im Umland und in Nachbargemeinden, wo bereits eine Dorferneuerung erfolgt war.

Schöner leben

Zu den bemerkenswerten Vorschlägen zählte etwa ein Aktivplatz genannter Anziehungspunkt für alle Generationen mit Spielplatz für die Kleinen, ein Versammlungsort und Bocciaplatz für Ältere, mit Skaterbahn und Basketballkörben für die Jugend. Im zweiten Arbeitskreis hatte man sich Gedanken darüber gemacht, wie man die Durchangsverkehrssituation entschärfen könnte, bis zur Verwirklichung der von allen dringlich empfundenen Umgehungsstraße. Dazu gehören auch Überlegungen, wie man den landwirtschaftlichen Lieferverkehr zu den regionalen Biogasanlagen über Nebenstrecken umleiten könnte. Im Arbeitskreis "Begrünung" war die Route für einen Rundwanderweg um Amberg entwickelt worden, der vorbeiführen soll an reizvollen Ansichten der Umgebung.

Eine Teilöffnung und Umleitung des derzeit verrohrten Dorfbaches, ein Teich am Ende des Hungerbaches beim Sportplatz, die Nutzung des Baggersees als Badesee, ein Biergarten in Dorfmitte und die Umgestaltung des Kirchplatzes gehören zu den in der Gruppe entwickelten Plänen.

Im Arbeitskreis 4 hatte man sich von der Springkrautbekämpfung über die Gestaltung des Pfarrgartens bis zur Umnutzung von leerstehenden und ortsprägenden Gebäuden Gedanken gemacht. Der Leerstand ist nach der noch nicht völlig abgeschlossenen Erhebung von Martin Hofmann groß. Grundlage für die weitere Planung des Arbeitskreises 4 ist der denkmalpflegerische Erhebungsbogen, der allerdings gegenwärtig noch nicht vorliegt.

Der Arbeitskreis Dorfchronik konnte erwartungsgemäß mit den am weitesten fortgeschrittenen Ergebnissen aufwarten. In Zusammenarbeit mit Vera Falck und dem ortskundigen Peter Freiberger konnten alle bisher zur Verfügung gestellten Fotos und Dokumente eingescannt und per Archivsoftware katalogisiert werden.

Am Schluss bewegte die Gemüter der Versammelten die Frage: Wie und vor allem wie schnell geht es nun weiter mit der Dorferneuerung? Nach Angaben von Huberta Bock werden die notwendigen weiteren amtlichen Prüfungs- und Verfahrensschritte bis zur "Anordnung" der einzelnen Dorferneuerungsmaßnahmen noch etwa ein Jahr in Anspruch nehmen. Bürgermeister Peter Kneipp appellierte an Huberta Bock, auf die beteiligten Behörden möglichst beschleunigend einzuwirken.

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