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Bad Wörishofen

15.12.2020

Schönheitskur für Bad Wörishofens Pergola

Der Kurhaus-Garten von Bad Wörishofen lädt zur Freizeitgestaltung ein. Gemütliche Sitzplätze, Boule-Anlagen, Freiluft-Schachbretter und kleinere Spielgeräte für Kinder gibt es bereits. Nun soll die Anlage verschönert werden.
Bild: Heinrich

Plus Das Bauwerk trennt den Kurhaus-Garten von der Kathreinerstraße. Seit Jahren schon wird darüber debattiert, wie die Anlage modernisiert und aufgewertet werden könnte. Nun geht die Stadt den ersten Schritt.

Die touristische Bau-Offensive in Bad Wörishofen geht weiter. Nach den weitreichenden Plänen für Bad Wörishofens Kneippanlagen und der geplanten Modernisierung des Kurhaus-Cafés stehen nun auch die Pergola am Kurhaus und der Kurhaus-Garten im Mittelpunkt. „Die Pergola soll schöner werden und sich offener, zeitgemäßer zeigen“, gab Bürgermeister Stefan Welzel ( CSU) als Leitlinie aus.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht auch hier Stadtgärtnermeister Andreas Honner, dem die Ideen nie auszugehen scheinen. Mehr Aufenthaltsqualität, ein Beleuchtungskonzept, die Beetgestaltung, eine durchgängige Wegeführung und mehr Aufmerksamkeit für den Startpunkt der Glückswege in Bad Wörishofen, das alles „aber ohne große Kosten“ – so fasste Honner seine Pläne zusammen. Im Kurhaus-Garten will er zunächst fünf hölzerne Liegebänke aufstellen, die sich bereits im Kurpark von Bad Wörishofen großer Beliebtheit erfreuen. Die bereits im Kurhaus-Garten vereinzelt vorhandenen Spielgeräte könne man zu einer Spielanlage für Kinder zusammenfassen, im Bereich des Bonifaz-Reile-Weges, regte Honner an. Neben der bestehenden Skulptur der Lesenden wäre ein offenes Bücherregal mit Sitzgelegenheiten Honners Empfehlung. Die zahlreichen kahlen Wände der Pergola würde er gerne mit Quiz-Tafeln, einem Spiegel-Trick oder einer großen Fotoinstallation auflockern, etwa einer riesigen Ansicht des Kurparks direkt im Kurhaus-Garten. Auch Karikaturen an den Betonwänden könnte sich Honner vorstellen.

In die Pergola am Kurhaus-Garten gibt es mehrere Wege. Dieser hier führt über ein Holzdeck samt Wassertretanlage über den Wörthbach in die Anlage.
Bild: Heinrich

Die Pergola trennt den Kurhaus-Garten optisch von der Kathreinerstraße. Um diesen Bereich offener zu gestalten, hat die Stadt bereits die großen Vitrinen entfernt, in denen über Jahre für diverse Produkte geworben wurde. Die vorhandene Treppe werde so auch besser nutzbar, hieß es. Einen bereits vorhandenen Trampelpfad quer durch die Rabatten will Honner ausbauen und so die Barrierefreiheit an der Pergola verbessern. So könnten auch Menschen mit Gehproblemen leichter von der Kathreinerstraße in die Anlage gelangen. Die Beete zur Straße hin will Honner neu gestalten. Sie erfüllten eine wichtige Funktion zum Höhenausgleich und zur Abschirmung der Anlagen gegen den Verkehr. Dass auch Sanierungsmaßnahmen nötig sind, betonte Honner ebenfalls. Das gelte auch für die Beleuchtung. Statt eines Austausches empfiehlt Honner aber zunächst frische Farbe.

Im Kurausschuss stieß der Stadtgärtnermeister mit seinen Vorschlägen auf viel Wohlwollen. Der Kurhaus-Garten sei bei vielen Bürgern und Gästen ohnehin schon ein beliebter Treffpunkt, sagte Bürgermeister Welzel. „Da macht es Sinn, für das Jubiläumsjahr 2021 etwas Besonderes fürs Auge zu haben.“ Im nächsten Jahr feiert Bad Wörishofen den 200. Geburtstag Sebastian Kneipps. „Toll, dass das da dann so schön wird“, lobte Paola Rauscher (Grüne).

Auch Grünen-Fraktionssprecherin Doris Hofer sagte „Danke, dass wir da ein bisschen was erneuern und verschönern.“ Dann stellte sie noch eine Frage, auf die im Rund allerdings niemand eine klare Antwort hatte: „Wofür war die Pergola denn einmal gedacht?“.

Die großen Vitrinen der Pergola wurden bereits entfernt.
Bild: Heinrich

Hofer empfahl zudem als Beispiel Augsburg, wo es am Maximilansplatz ein öffentliches Klavier gebe, das spielen kann, wer gerade Lust dazu hat. Die Pergola wäre dazu ein guter Platz, findet Hofer. Andreas Honner gab allerdings zu Bedenken, dass durch die Ruhezeiten in Bad Wörishofen und die unmittelbare Nähe zu den Kurkonzerte womöglich Probleme entstehen könnten. Das Klavier wurde nicht beschlossen. Der Rest allerdings schon, und das einstimmig. Die geschätzten Kosten für die Verschönerungsaktion bezifferte Honner mit rund 12.000 Euro.

Beschlossen ist ebenfalls bereits, dass das Kurhaus-Café für rund geschätzt 170.000 Euro saniert und modernisiert wird (wir berichteten). Dort wird es auch einen Pächterwechsel geben, zudem eine neue Terrasse.

Für die Bad Wörishofer Wassertretanlagen gibt es einen rund 280.000 Euro schweren Investitionsplan und Ideen wie Solarheizung und vieles mehr. Dieser Beschluss greift aber nur, wenn der Freistaat erkleckliche Zuschüsse bezahlt.

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