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Bad Wörishofen

04.05.2020

Schüler in Bad Wörishofen freuen sich auf „richtigen“ Unterricht

Bernd Petzenhauser ist Rektor der Pfarrer-Kneipp-Schule in Bad Wörishofen.
Bild: Helmut Bader

Plus Nach der Corona-Pause sind die Abschluss-Schüler an die Pfarrer-Kneipp-Schule in Bad Wörishofen zurückgekehrt. Doch von Normalität kann keine Rede sein.

Auch in der Kneippstädter Pfarrer-Kneipp-Mittelschule Bad Wörishofen sind wieder Schüler zum gemeinsamen Unterricht in das Gebäude zurückgekehrt, die Abschlussklassen. Drei Wochen vor und zwei Wochen nach den dazwischen liegenden Osterferien fand dieser nur noch zu Hause statt. 15 Neuntklässler bereiten sich jedoch mittlerweile zusammen mit ihrer Lehrerin auf ihren Qualifizierenden Abschluss vor, der nach Pfingsten abgenommen werden soll. Von Normalität kann jedoch keine Rede sein.

Unterrichtet werden die Schüler in zwei Klassenzimmern, sodass stets genügend Abstand gewahrt werden kann. Wie Rektor Bernd Petzenhauser erklärte, soll dies auch bis zu den Pfingstferien so beibehalten werden. An der Schule befinden sich neben dieser Klasse derzeit nur noch die Kinder der Notfallbetreuung.

Die Bad Wörishofer Schüler dürfen nur mit Abstand ins Klassenzimmer

Zum Start waren auch hier umfangreiche Hygiene- und Vorbereitungsmaßnahmen erforderlich. Dazu gehörte das Bereitstellen von Einzeltischen in den Klassenzimmern, die die Schüler mit Abstand nacheinander betreten.

Schüler in Bad Wörishofen freuen sich auf „richtigen“ Unterricht

Bernd Petzenhauser versammelte sie zunächst in einem großen Stuhlkreis in der Aula, um ihnen die ungewohnte Situation nach der vorausgegangenen Internetinformation noch genauer zu erläutern. Wie er mitteilte, seien sie durchweg froh gewesen, wieder „richtigen“ Unterricht erleben zu dürfen. Das Home-Schooling habe zwar insgesamt gut funktioniert und sei auch akzeptiert worden, doch jetzt seien alle zufrieden, dass die Prüfungsvorbereitungen in dieser direkten Form stattfinden könnten.

Zur Vorbereitung gehörten aber auch die Maßnahmen zu verstärkter Sauberkeit. So beginnt der Schulbesuch für alle mit dem Händewaschen. Desinfektionsmittel stünden bereit und die Putzfirma ist angewiesen, täglich lückenlos und auch zwischendurch zu putzen sowie etwa Türgriffe oder Lichtschalter zu desinfizieren.

Die übrigen Klassen der Pfarrer-Kneipp-Schule werden weiter im Home-Schooling unterrichtet

Erst am Sitzplatz dürfen die Schüler den Mundschutz abnehmen und auch am Ende wird das Schulhaus nur mit dem entsprechenden Abstand zueinander verlassen.

Die anderen Klassen werden bis auf Weiteres im Home-Schooling unterrichtet. Dies gestaltet sich von Klasse zu Klasse natürlich durchaus unterschiedlich je nach Bedarf und Jahrgangsstufe. Dass dabei die Voraussetzungen auch bei den Elternhäusern unterschiedlich sind, darauf müsste, so Petzenhauser natürlich auch Rücksicht genommen werden. Die virtuellen Anreize würden eben unterschiedlich wahrgenommen. Insgesamt habe dies aber gut geklappt, zumal die Lehrkräfte meist engen Kontakt über das Telefon hielten und Aufgaben, die nicht per E-Mail übermittelt werden können, auch in die Briefkästen bringen würden. Klagen seitens der Eltern habe er jedenfalls nicht bekommen. Nach den Osterferien seien allerdings die Anforderungen mit mehr neuem Lehrstoff für die Kinder durchaus angestiegen und der Anspruch an sie habe sich damit erhöht.

Die Viertklässler könnten abwechselnd zur Schule kommen

Weiter im Fokus stehen als nächstes, wenn es dabei bleibt, nun die Viertklässler. Sie sollen ja ab 11. Mai wieder in den Unterricht in die Schule zurückkehren. Hier vor Ort sind dies dann immerhin 127 Kinder in fünf Klassen. Wie Petzenhauser erläutert, stehen dazu zwei Varianten im Raum. Möglich wäre demnach, dass eine Hälfte vor, die andere nach der Pause unterrichtet würde. Besser gefiele ihm allerdings die zweite Variante, nach der eine Hälfte der Schülerinnen und Schüler komplett in einer Woche in der Schule wäre, während die andere Hälfte in der nächsten Woche käme. Dies ließe sich auch in Bezug auf die Busfahrten und die Betreuung zu Hause besser regeln.

Wie es dann mit den anderen Klassen weitergeht, dazu müssten die weiteren Vorgaben der Regierung abgewartet werden. Dass dies alles neben den Eltern und Schülern auch für die Schulleitung und das Kollegium ganz neue Herausforderungen sind, auch daraus macht Petzenhauser kein Geheimnis. Er selbst ist Vater von drei schulpflichtigen Kindern und erlebte somit auch die Elternsituation hautnah. Dennoch war das Schulleitungsteam stets vor Ort. In kleinen Gruppen fanden notwendige Besprechungen im Kollegium statt und auch sonst musste viel Organisatorisches geleistet werden. Dabei seien auch die Lehrkräfte, die das 60. Lebensjahr überschritten haben und damit zur Risikogruppe gehörten, normal im Dienst gewesen.

Bei der Notfallbetreuung seien es anfangs nur wenige Kinder gewesen, die das Angebot in Anspruch nahmen, jetzt nach den ersten Lockerungsmaßnahmen seien es aber doch ca. 20 Kinder, die den Vormittag an der Schule verbringen.

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