1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Schulessen ist so wichtig wie guter Unterricht

Mindelheim

27.09.2018

Schulessen ist so wichtig wie guter Unterricht

IMG_8992(2).JPG
2 Bilder
Das hätte ich gerne: Kinder bei der Essensausgabe an der Maria-Ward-Realschule.
Bild: Johann Stoll

Schulen Schon Grundschüler können mittags in der Schule warm essen. Wie die einzelnen Schulen in Mindelheim auf den wachsenden Bedarf reagieren.

Vollbeschäftigung bei Papa und Mama und Nachmittagsunterricht der Kinder, das fordert von den Schulen seit einigen Jahren ganz neue Antworten jenseits der Lehrpläne. Die Schüler müssen mittags verpflegt werden. Und deshalb sorgen nicht nur die weiterführenden Schulen seit Jahren für ein entsprechendes Angebot.

Essen vom Seniorenheim

Die Mittelschule Mindelheim bietet ihren 360 Schülern von Montag bis Donnerstag ein vollwertiges Essen mit Suppe, Hauptgericht und Nachspeise an. Buchstabensuppe, Hähnchenschnitzel mit Kartoffelsalat und als Dessert Kokos-Ananas-Joghurt. Wenn Fleisch auf dem Teller landet, stammt es bevorzugt von Hähnchen oder Pute, sagt Rektorin Ute Wolfram. Ihre Begründung: Schwein mag nicht jeder.

72 Schüler nutzen das Angebot zum Preis von 3,70 Euro. Gekocht wird an der Schule nicht. Das Essen liefert das Seniorenheim Haus St. Georg. Vor ein paar Jahren noch hatte die Firma Grob das Essen geliefert. Der steile Wachstumskurs des Unternehmens lässt dafür aber keine Kapazitäten mehr übrig. In die Mensa der Mittelschule kommen auch benachbarte Grundschüler. Das sind zahlenmäßig sogar etwas mehr.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Zusätzlich bietet die Schule ein Bistro. Dort packen auch Schüler unter Anleitung einer Lehrkraft mit an und verkaufen kleine Snacks, sagt Rektorin Wolfram. Weil der Platz längst knapp wird, ist in absehbarer Zukunft eine neue Mensa für Grund- und Mittelschule geplant.

Nagelneue Mensa

Die Maria-Ward-Realschule ist hier schon einen Schritt weiter. Mit dem Bau der Sporthalle ist gleich auch noch eine neue Mensa errichtet worden. Gegessen wird in zwei Schichten, wie Schulleiterin Rosa Ritter berichtet: um 12 und um 12.45 Uhr. Die Speisen liefert Kolping. 105 Ganztagesschüler und im Schnitt weitere 60 Schüler, die nachmittags Unterricht haben, nutzen das Angebot.

Schulleiterin Rosa Ritter sagt, das Schulwerk der Diözese Augsburg beschäftigt mit Franziska Mayr eine Technikerin für Hauswirtschaft und Ernährung. Sie sorgt dafür, dass das tägliche Essen den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung entspricht. Das bedeutet: so wenig vorgefertigte Produkte wie möglich. Auf eine gute Mischung von Getreide und Gemüse wird ebenso geachtet wie auf frische Salate. Täglich gibt es auch eine vegetarische Alternative zu Fleischgerichten. Auch Schwein kommt auf den Teller. Das war Wunsch der Schülerinnen. Die Kinder übrigens werden zweimal im Jahr gefragt, wie zufrieden sie mit dem Essen sind. Sechs Wochen lang gibt es jeden Tag ein anderes Speisenangebot.

Beim Essen übrigens nehmen auch Lehrkräfte teil. Sie achten darauf, dass auch die Tischsitten eingehalten werden, sagt Ritter.

Auch das Maristenkolleg wird seit diesem Schuljahr von Kolping beliefert. Das Essen kommt also wie bei Maria Ward aus der Internatsküche in der Altstadt. Oberstudiendirektor Gottfried Wesseli sagt, dass die Mittagsverpflegung neu ausgeschrieben worden war. Im vorigen Schuljahr noch wurden die Schüler von Vitadora versorgt. Gut 100 Schüler des Gymnasiums nutzen das Angebot. Auch hier gibt es von Montag bis Donnerstag ein Menü mit Suppe, Salat, Hauptgericht und Nachspeise. Zu trinken gibt es wie an den anderen Schulen auch Wasser.

Schwein kommt auf den Teller

Mit dem neuen Caterer kommt auch wieder Schweinefleisch auf den Teller. Das sei wie an der Maria-Ward-Realschule ausdrücklich Wunsch der Schüler gewesen. Die durften sogar mitentscheiden, wer künftig das Essen liefern darf. Eingebunden war auch der Elternbeirat. Schüler muslimischen Glaubens sind nach Überzeugung Wesselis gut in der Lage zu lesen, welches Fleisch zubereitet wurde. Täglich gibt es übrigens eine vegetarische Alternative. Berücksichtigt beim Speiseplan werden die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Das Essen kostet 3,90 Euro und ist damit in diesem Schuljahr sogar etwas günstiger als bisher.

Neben der Verpflegung in der Mensa bietet das Maristenkolleg eine Cafeteria, wo es zwischen 7 und 14 Uhr Brotzeiten gibt. Die Mensa ist von 12 bis 14 Uhr in Betrieb.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren