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Bad Wörishofen

08.07.2016

Schulsanierung kommt teurer als erwartet

Die Sanierung der Beruflichen Schulen Bad Wörishofen geht dem Ende entgegen. Die neue Fassade ist bereits deutlich erkennbar.
Bild: Franz Issing

Umbau der Beruflichen Schulen in Bad Wörishofen auf der Zielgeraden. Warum die Kosten nun auf etwa zwölf Millionen Euro steigen.

Mehr Geld als in den Beruflichen Schulen wird derzeit an keiner anderen öffentlichen Baustelle in Bad Wörishofen investiert – und es kommt noch ein bisschen mehr dazu. Das Schulzentrum wird komplett saniert, modernisiert und an die Anforderungen einer modernen Bildungseinrichtung angepasst. Die gute Nachricht lautet: Wenn nichts mehr dazwischen kommt, ist das Ganze Ende dieses Jahres fertig. Das gab Landrat Hans-Joachim Weirather bekannt. Die Kosten für die Umbaumaßnahmen belaufen sich nach aktuellen Schätzungen mittlerweile auf rund 12 Millionen Euro. „Wir werden hart daran arbeiten und alles dafür einsetzen, dass wir diese Summe nicht überschreiten“, versicherte Holger Kirchmann von der Augsburger Projektsteuerung „Meixner & Partner. Anfang Januar war noch von 11,2 Millionen Euro die Rede. Im Jahr 2014 hieß es noch, man komme mit 10,5 Millionen Euro aus. Dann allerdings entschied man, auch noch eine neue Mensaküche einzubauen, was allein 500000 Euro Mehrkosten verursachte. „Wegen des sich ständig geänderten, baulichen Umfanges, insbesondere bei den sanitären Anlagen, musste finanziell nachjustiert werden“, erklärt Weirather. Von der neuen Gebäudehülle verspricht sich der Landkreischef „maßgebliche und messbare Erfolge bei der Energieeinsparung“.

Für die Sanierung des Schulgebäudes und des Schülerwohnheimes waren vier Bauabschnitte geplant. Der im Februar 2016 begonnene, dritte Abschnitt läuft in Kürze aus. Während der Sommerferien kann dann die vierte und letzte Bauphase anlaufen. Damit der Unterricht wie bisher ungestört weiter laufen kann, werden lärmintensive Arbeiten in der Urlaubszeit ausgeführt. Mit Hochdruck gewerkelt wird da auch in den Klassenräumen, auf die man bei Schuljahresbeginn 2016/17 nicht verzichten kann. Damit die nötigen Ein-, Aus- und auch Umzüge reibungslos ablaufen können und alles wie am Schnürchen funktioniert, müssen Schulleitung und Planungsbüro logistische Schwerstarbeit leisten. Die ist nur mit einer Koordinationsliste zu bewältigen. Holger Kirchmann dankt der Schulleitung für die Zusammenarbeit. Bad Wörishofens Zweiter Bürgermeister Stefan Welzel sprach in der Versammlung des Zweckverbandes gar von „beeindruckenden Fakten und Zahlen“. In Sachen Energiemanagement lässt sich der Landkreis von den Fachleuten des Energie- und Umweltzentrums Allgäu (Eza) in Kempten beraten. Die stellvertretende Kreiskämmerin Petra Stein und Anton Bartenschlager, Leiter des Referates Hochbau beim Landratsamt waren sich einig. Von dem Vertrag mit eza profitieren in hohem Maße auch die beruflichen Schulen in der Kneippstadt. Zudem kann das Schulzentrum mit einer Hackschnitzelanlage punkten, die ständig optimiert wird und mit geringen Heizungs-, und Gestehungskosten arbeitet. Letztlich sorgen auch die energetische Sanierung der wärmegedämmten Fassaden wie auch modernste Haustechnik (Lüftungsanlagen in den Klassenzimmern) für eine Energiewende im Schulgebäude und Schülerheim.

Die Entwicklung der Schülerzahlen analysierte Oberstudiendirektor Johannes Storch. Die seien entgegen dem allgemeinen Trend in den letzten Jahren steigend gewesen, informierte der Schulleiter und erklärte: „Ich kann nur hoffen, dass diese Entwicklung anhält“. Rückläufige Ausbildungszahlen im Gastgewerbe bereiten besonders der Hotelfachschule Sorgen. „Wir haben auch im Schuljahr 2016/17 Mühe, zwei Eingangsklassen zu bilden“, gab Storch unumwunden zu, wies aber darauf hin: „Im Vergleich mit anderen Hofas geht es uns in Wörishofen noch recht gut“. Während sich die Schulleitung nach wie vor schwer tut, eine Klasse der Berufsoberschule zu bilden, ist die Entwicklung bei der Ganztagesschule sehr erfreulich. „Noch nie sind so viele Anmeldungen eingegangen, wie in diesem Jahr“, freute sich der Oberstudiendirektor. Im Grunde rechnet er im Schuljahr 2016/17 mit den gleichen Schüler-und Klassenzahlen wie gehabt.

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