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Bad Wörishofen

23.01.2019

Schussverletzung: Einsatz endet mit Waffenfund

Bad Zahlreiche Schusswaffen stellte die Polizei in einem Anwesen in Bad Wörishofen sicher. Die Waffen auf der rechten Tischseite stuft die Polizei derzeit als unrechtmäßig besessen ein.
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Bad Zahlreiche Schusswaffen stellte die Polizei in einem Anwesen in Bad Wörishofen sicher. Die Waffen auf der rechten Tischseite stuft die Polizei derzeit als unrechtmäßig besessen ein.
Bild: Markus Heinrich

Polizisten stellen in Bad Wörishofen zahlreiche Schusswaffen sicher. Auch das Landeskriminalamt war im Einsatz.

Die Nachricht von einer Schussverletzung hat in Bad Wörishofen am Mittwoch einen größeren Einsatz ausgelöst. Polizisten aus Bad Wörishofen betraten „unter Anwendung von ballistischer Schutzausrüstung“, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte, das Anwesen in der Kneippstadt. Schließlich konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand wissen, was die Beamten in dem Gebäude erwartet. Dort fanden sie den Verletzten, auf dem Bett liegend, eine blutende Wunde an der rechten Wade. Die Polizei sicherte die Lage, der Rettungsdienst versorgte den blutenden Mann. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Zustand des Verletzten sei mittlerweile stabil.

Derzeit gehen die Beamten davon aus, dass sich der Schuss versehentlich beim Hantieren mit einer Waffe gelöst hat.

Damit ist die Angelegenheit aber nicht erledigt. Denn in dem Haus fanden die Polizisten mehrere Schusswaffen, darunter solche, die der Mann unberechtigt besitzt.

Auch gegen die Mutter des Verletzten wird in Bad Wörishofen ermittelt

Wie die Polizei berichtet, besitzt der Verletzte selbst überhaupt keine waffenrechtliche Erlaubnis, seine Mutter aber schon, eine sogenannte Waffenbesitzkarte. Bei der Durchsuchung des von diesen beiden Personen bewohnten Anwesens stießen die Bad Wörishofer Polizisten auf rund ein Dutzend Kurz- und sechs Langwaffen. Dabei handelt es sich nach erster Einschätzung um erlaubnisfreie, sowie in einigen Fällen um erlaubnispflichtige Waffen, welche die Mutter legal besitzt. Es bleiben derzeit vier Waffen, welche die Polizei derzeit als unberechtigt besessene Schusswaffen einstuft.

In den Einsatz waren neben den Beamten der Polizei Bad Wörishofen und umliegender Polizeidienststellen ein Diensthundeführer aus Augsburg, sowie die Technische Sondergruppe (TSG) des Bayerischen Landeskriminalamts eingebunden. Diese wurden zur Öffnung einer Kiste angefordert, deren Inhalt zunächst unbekannt war und von der Polizei als gefährlich eingestuft wurde. In der Kiste befand sich Munition. Die Polizisten stellten Waffen und Munition sicher.

Die Polizei Bad Wörishofen hat nun die Ermittlungen aufgenommen. Das bedeutet, dass Herkunft, Besitzverhältnis und Lagerung der Waffen genau geprüft werden. Die Waffenbehörde beim Landratsamt Unterallgäu ist in den Fall eingebunden. Diese entscheidet über den weiteren Verbleib der sichergestellten Waffen sowie über ein mögliches Waffenbesitzverbot. Gegen den Mann und seine Mutter wurden strafrechtliche Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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