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Verkehr

23.02.2018

Sechs Schatten – sechs Schicksale

Nadine Beranek war beeindruckt von der Ausstellung in der Berufsschule. Auf sechs „Schatten“ wurden die Schicksale junger Menschen geschildert, die bei einem Verkehrsunfall gestorben sind. Auch Nadines Cousin kam bei einem Unfall ums Leben.
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Nadine Beranek war beeindruckt von der Ausstellung in der Berufsschule. Auf sechs „Schatten“ wurden die Schicksale junger Menschen geschildert, die bei einem Verkehrsunfall gestorben sind. Auch Nadines Cousin kam bei einem Unfall ums Leben.

Eine besondere Ausstellung soll junge Fahrer aufrütteln

Berufsschülerin Nadine Beranek (19) aus Stötten ging das Thema der ADAC-Ausstellung „Schatten – Ich wollte doch leben“ sehr nahe. Denn ihr Cousin ist 2009 bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Beim Frühstücken erfuhr sie, dass er nach einem Musikauftritt verunglückt und gestorben ist. Sechs ähnliche Schicksale junger Menschen verkörpern die lebensgroßen, geschwärzten Schattenfiguren der Ausstellung in der Mindelheimer Berufsschule. Auf den Figuren, die als Studienarbeit von der Designerin Marlene Schlund entworfen worden sind, ist ein Foto, ein kurzer Text zur verunglückten Person und eine Beschreibung des Unfalls zu sehen. Anhand dieser tragischen Schicksale von viel zu früh verstorbenen jungen Menschen will der ADAC mit der Wanderausstellung gleichaltrige Auto- und Motorradfahrer aufrütteln und für die Gefahren im alltäglichen Straßenverkehr sensibilisieren.

Alexander Kreipl, verkehrs- und umweltpolitischer Sprecher des ADAC Südbayern führte durch die Gesprächsrunde zu dem Thema zu der auch Bürgermeister Stephan Winter, Polizeikommissar Thomas Wegst, Schulleiter Georg Renner und Heike Waigel vom Roten Kreuz gekommen waren.

Berufsschulleiter Georg Renner erklärte „Die meisten Schüler an unserer Schule sind zwischen 18 und 24 Jahre alt.“ Für das Ausstellungsthema genau die richtige Zielgruppe: Fahranfänger mit wenig Erfahrung. Polizeikommissar Wegst und auch die BRK-Mitarbeiterin Heike Waigel berichteten von Erlebnissen an Unfallorten und schilderten, wie schlimm es sei, Angehörigen die Todesnachricht zu überbringen.

Die Schüler der Mindelheimer Berufsschule wurden in den vergangenen Jahren mehrfach mit dem Thema konfrontiert, weil mehrere Mitschüler tödlich verunglückten. Trotzdem erzählte ein Schüler, dass er sich im Auto beim Mitfahren nie anschnallt. Polizeikommissar Wegst und auch der ADAC-Sprecher betonten eindringlich, wie wichtig das Anschnallen zur eigenen Sicherheit sei und rieten dazu, möglichst viel Fahrpraxis zu sammeln. „Üben, üben, üben“, laute hier das Motto.

Die Experten empfahlen auch, einmal an einem Fahrsicherheitstraining teilzunehmen, wo Reaktionen in kritischen Situationen gezielt geübt werden. Es reiche eben nicht, zu denken: „Mir wird schon nichts passieren!“ (ug)

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