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Gymnasium Buchloe

17.06.2009

Seehofer gibt grünes Licht

Türkheim/München Die Katze ist seit Mittwoch, 16.07 Uhr, aus dem Sack: Per Mail teilte das Kultusministerium in München mit, dass Buchloe im Landkreis Ostallgäu ein eigenes Gymnasium bekommen wird.

Türkheim/München Die Katze ist seit gestern, 16.07 Uhr, aus dem Sack: Per Mail teilte das Kultusministerium in München mit, dass Buchloe im Landkreis Ostallgäu ein eigenes Gymnasium bekommen wird. Damit wird dem lang gehegten Wunsch von Buchloes Bürgermeister Josef Schweinberger entsprochen.

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In der nur wenige Zeilen langen Erklärung heißt es, Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle habe eine von Ministerpräsident Horst Seehofer und ihm übereinstimmend getroffene Entscheidung gefällt. Basis hierfür ist ein vom Kultusministerium vorgelegtes schulisches Gesamtkonzept für die Schulregion im nördlichen und mittleren Allgäu. Sobald die Zustimmung durch das Finanzministerium und den Landkreis Ostallgäu als Sachaufwandsträger vorliegt, könnte für die Planungen grünes Licht gegeben werden.

Der Mindelheimer Finanzstaatssekretär Franz Pschierer, der in der Vergangenheit ein Gymnasium Buchloe abgelehnt hatte, äußerte sich gestern in einer ersten Reaktion durchaus zufrieden. Der Grund: die Entscheidung für Buchloe ist nicht isoliert gefallen. Vielmehr sei ein schulisches Gesamtkonzept für den gesamten Raum erstellt worden. Und das bedeutet: Schulstandorte im nordöstlichen Landkreis Unterallgäu würden durch ein Bündel an Maßnahmen gestärkt.

Seehofer gibt grünes Licht

Im einzelnen ist vorgesehen, am Joseph-Bernhart-Gymnasium in Türkheim ein Ganztagesangebot bereits mit Beginn des neuen Schuljahres 2009/10 einzurichten. Noch nicht geklärt sei, ob dies in offener oder geschlossener Form geschehen kann.

Ferner soll das Gymnasium in Türkheim ein besonderes Profil für besonders begabte Schüler entwickeln. Gedacht ist an eine Erfinderwerkstatt oder an eine Schülerakademie Schwaben. Ferner soll Türkheim drei moderne Fremdsprachen und neben dem neusprachlichen und naturwissenschaftlich/technischen Zweig auch einen wirtschaftswissenschaftlichen anbieten können. Gestärkt werden soll auch die Fachoberschule in Bad Wörishofen. Sollte der Kreistag die Mittel bereitstellen, soll es mit Sozialwesen eine zweite Ausbildungsrichtung geben. Bisher wird Wirtschaft gelehrt. Auch soll die FOS auf 13 Jahre angeboten werden. Überlegt wird laut Pschierer auch, die Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe in der Kneippstadt zu verbessern. Konkret äußerte er sich hierzu nicht. Darüber hinaus soll in Memmingen an der Technikerschule bereits im neuen Schuljahr die Fachrichtung Maschinenbau angeboten werden.

Pschierer sagte: "Das ist eine runde Sache für mich". Der östliche Landkreis erhalte nun ein äußerst attraktives Bildungsangebot. Allerdings beschleichen ihn nach wie vor große Zweifel, ob die Schülerzahlen für Buchloe ausreichend sein werden, um dort ein eigenes Gymnasium zu rechtfertigen. Abschließend merkte er an: Es werde nun Aufgabe der Kommunalpolitik in Buchloe sein, für den erforderlichen Bevölkerungszuwachs zu sorgen.

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