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Großübung

22.06.2011

Selbst für das „Problemobjekt“ wurde schnell eine Lösung gefunden

Selbst für das „Problemobjekt“  wurde schnell eine Lösung gefunden
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185 Mitglieder von acht Feuerwehren hatten einen simulierten Großbrand in Eberscholl ziemlich schnell im Griff

Eberscholl Eine herrliche Ruhe und eine tolle Aussicht kann man im Weiler Eberscholl, der zwischen Köngetried und Dirlewang liegt, genießen. Doch kürzlich wurde die Idylle durch viele Feuerwehrautos mit Martinshörnern und Blaulichtern gestört. Zum Glück war weit und breit weder Rauch noch Feuer zu sehen und auch die zahlreichen Schaulustigen wirkten durchaus entspannt. Acht Feuerwehren aus Dirlewang und Umgebung hielten auf dem Hof der Familie Schmid eine gemeinsame Hauptübung ab und simulierten dort einen Großbrand.

Um 20.01 Uhr löste Kreisbrandrat Franz Gaum den Alarm aus und schon um 20.07 Uhr trafen die ersten Wehren aus Köngetried und Dirlewang ein. Nach und nach kamen die Feuerwehrler aus Altensteig, Unteregg, Helchenried, Apfeltrach, Saulengrain und Mindelheim mit der Drehleiter dazu. Den ersten Feuerwehrmännern gelang es schon nach ein paar Minuten, die Scheune mit kräftigen Wasserfontänen einzudecken. Die Männer und Frauen wussten genau was zu tun war: Sie schlossen Schläuche zusammen, rüsteten sich mit Atemschutz aus und brachten die Mindelheimer Drehleiter in Stellung.

Der gesamte Einsatz wurde von Kreisbrandrat Franz Gaum, Kreisbrandmeister Karl-Heinz Abbold und Kreisbrandinspektor Rudolf Fischbach genau überwacht und dokumentiert.

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In der ganzen Umgebung gibt es keine Hydranten

Der Hof ist als „Problemobjekt“ einzustufen, wie es Kreisbrandrat Gaum formulierte, da es kein Hydranten-Wassernetz, sondern nur ein Vorratsbecken gibt, welches im Ernstfall wegen der enormen Hitzeentwicklung im Hofinneren nicht genutzt werden kann. Um genügend Löschwasser zu erhalten, mussten Schläuche von der Westernach bei Köngetried über einen Kilometer lang den Berg hinauf gelegt werden. Karl-Heinz Abbold beobachtete die Wasserversorgung und -entnahme genau und lobte am Ende den ruhig verlaufenden Aufbau der Leitungen.

Neben dem simulierten Brand auf dem Hof und der großen Scheune war auch die Personenrettung ein wichtiger Schwerpunkt der Übung. Feuerwehrleute in schwerem Atemschutz wagten sich in die Scheune und holten die beiden „Verletzten“ heraus, die danach mit einem Grinsen von der Trage stiegen. Schließlich war klar: Heute ist Übung, damit alle wissen, was sie im Ernstfall zu tun haben.

Bei der anschließenden Manöverkritik zeigte sich Kreisbrandinspektor Fischbach mit dem raschen und guten Gruppenaufbau zufrieden. Auch das Einrücken der Fahrzeuge sei diszipliniert verlaufen und der Funksprechverkehr war ordentlich.

Jeder wusste genau, was er zu tun hatte

Insgesamt waren 185 Personen und 16 Fahrzeuge gekommen um an der Übung teilzunehmen, da ist es schon bewundernswert, dass jeder genau wusste, was zu tun war.

„Für eine Feuerwehr allein, wäre dieser Brandfall nicht zu lösen gewesen, da ist das Anwesen einfach zu groß“, erläuterte Gaum. Kommandant der Feuerwehr Dirlewang Alwin Götzfried zeigte sich sehr zufrieden mit dem gesamten Ablauf der Übung, deren Szenario er mit den anderen Kommandanten ausgearbeitet hatte.

Natürlich war auch Dirlewangs Bürgermeister Alois Mayer von Beginn an vor Ort und beobachtete das Geschehen. Er lobte am Ende der Übung den guten Einsatz und bedankte sich für die ehrenamtliche Tätigkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr.

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