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Schulabschluss in Mindelheim

26.07.2017

Sie gehen, aber ihr Fußabdruck bleibt

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Schulleiterin Rosa Ritter gratulierte den Jahrgangsbesten: (von links) Manuela Götz (1,09), Veronika Schmid (1,17), Leonie Geromiller (1,18), Nadine Rampp (1,18), Miriam Wörle (1,27), Paula Kriegler (1,33), Marina Briechle (1,36), Hannah Grotz (1,45), Sophia Kneipp (1,45) und Martina Seitz (1,45).
Bild: Franz Issing

Viel Lob bekommen die Absolventinnen der Maria-Ward-Realschule in Mindelheim.

Diese Schulabschlussfeier hatte so gar nichts von dem gewohnten Entlassmarathon, sondern glich eher einer mondänen Modenschau. Auf dem Laufsteg der Maria-Ward-Realschule bewegten sich sehr graziös 118 festlich gekleidete junge Damen, die sich im Forum von Eltern, Lehrern und zahlreichen Ehrengästen gebührend feiern ließen. Dafür gab es auch gute Gründe: Haben es doch alle Absolventinnen geschafft und das Zeugnis der mittleren Reife in der Tasche. Da strahlte auch Rektorin Rosa Ritter. „Ihr seht aber wirklich hübsch aus“, schwämte sie.

28 Schülerinnen schnitten mit einer Eins vor dem Komma ab, rund 24 Prozent freuten sich über ein „Gut“. 57 Absolventinnen wollen gleich ins Berufsleben einsteigen, andere wechseln an weiterführende Schulen oder absolvieren ein freiwilliges soziales Jahr. Die Glückwunschadressen waren erfrischend kurz und die Schulfamilie in bester Stimmung. Dafür sorgten nicht zuletzt Bläser-, Streicher- und Chorklassen wie auch eine Gitarrengruppe. Mit Sang und Klang sagten die jungen Künstler den Entlassschülerinnen Adieu.

„Mit einem Realschulabschluss bei Maria-Ward stehen euch alle Türen im Berufsleben offen“, betonte Dritter Bürgermeister Roland Ahne und er verwies im Gegensatz dazu auf die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Spanien und anderen südeuropäischen Ländern. Schulleiterin Rosa Ritter schwärmte von einem „sehr sympathischen Jahrgang mit engagierten und höflichen Schülersprecherinnen“, die „vieles bewegt“ haben. Die Rektorin bescheinigte den Absolventinnen: „Ihr habt an der Schule einen individuellen Fußabdruck hinterlassen, nicht mit Schuhsohlen, sondern mit Kopf, Herz, Hand und Durchhaltevermögen.“ Als Physiklehrerin gab Ritter ihnen einen Rat von Albert Einstein mit auf den weiteren Lebensweg: „Versuche nicht ein erfolgreicher, sondern ein wertvoller Mensch zu werden“. Unüberhörbar auch Ritters Appell: „Bleibt neugierig und übernehmt Verantwortung in Kirche und Gesellschaft.“

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Nachdenklich stimmten die Abschiedsgedanken der stellvertretenden Elternbeiratsvorsitzenden Helga Höpfl. „Nicht vorschnell Urteile über Menschen fällen“ lautete ihr Rat. Dazu zitierte sie Eckart von Hirschhausens Pinguin-Prinzip: „Menschen ändern sich nicht komplett und grundsätzlich, ist er als Pinguin geboren, machen auch sieben Jahre Psychotherapie aus seinem Leben keine Giraffe“.

„Kleider machen Leute und Leute machen Kleider“ – gemäß diesem Motto entwarfen Schülerinnen aller Klassen bei einem vom Schulforum ausgeschriebenen internen Wettbewerb ein Logo für die Schulkleidung, auf dem auch Maria Ward als „wandernde Pilgerin“ zu Ehren kommt. Jennifer Stechele stellte das neue Modell vor.

Wie gewohnt dann nach der Zeugnisvergabe nochmals ein musikalischer Aufmarsch: Big-Band, Bläser und Chor stimmten ein Hoch auf 118 erfolgreiche Realschülerinnen an und alle Anwesenden ließen es sich nicht nehmen, da miteinzustimmen.

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