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Ordenstag in Ottobeuren

08.10.2017

Sie hinterlassen Spuren

Männer und Frauen verschiedenster Ordensgemeinschaften erlebten einen besinnlichen aber auch unterhaltsamen Tag im Ottobeurer Benediktinerkloster.
Bild: Brigitte Unglert-Meyer

Landkreis Unterallgäu würdigt das Engagement von Schwestern und Pater in der Region

Dominikanerinnen, Franziskanerinnen, Salesianer, Missionare vom Kostbaren Blut: Etwa 100 Frauen und Männer verschiedener Ordensgemeinschaften haben sich beim Unterallgäuer Ordenstag in der Benediktinerabtei Ottobeuren getroffen. Zum nunmehr 26. Mal brachte der Landkreis auf diese Weise seinen Dank für deren Arbeit in den zahlreichen Einrichtungen zum Ausdruck. Abt Johannes Schaber und Landrat Hans-Joachim Weirather begrüßten ihre Gäste im Kaisersaal der Abtei.

Treffen in der alten Heimat

Für manche ist der Ordenstag laut Weirather ein willkommenes jährliches Treffen, für andere ein Zurückkommen in die alte Heimat, wie zum Beispiel für die Vinzentinerinnen mit Schwester Pia Lebschi, langjährige Pflegedienstleiterin im Ottobeurer Krankenhaus. Zu Gast war auch Schwester Majella von Maria Stern Augsburg, die früher im Kindergarten tätig war.

Bürgermeister German Fries berichtete von den Benediktinern in der italienischen Partnerstadt Norcia. Die Mönche hätten nach den Erdbeben Behausungen aufgebaut und würden durch die Produktion von Nursiner Bier wieder Einkommen erzielen. Pfarrer Dr. Ulrich Lindl überbrachte die Grüße des Bischofs. Auch wenn die Ordensleute weniger würden, so hinterlassen doch auch die wenigen laut Lindl durch ihre Lebensweise Spuren.

Vortrag über Maristenschulbrüder

Aus Anlass des 200-jährigen Bestehens hielt der Superior der Maristenschulbrüder, Frater Michael Schmalzl aus Mindelheim, einen Vortrag über seine Gemeinschaft. 1817 habe der Dorfkaplan Marzellin Champagnet in Südfrankreich den Orden gegründet. Junge Leute sollten Lesen, Schreiben, Rechnen und eine Arbeit für den Lebensunterhalt erlernen, um der Not zu entkommen. Die Bildung junger Menschen sei als der Auftrag der Maristenschulbrüder auch heute noch höchst aktuell. In 82 Ländern seien die Maristen tätig. Schmalzl berichtete von dem Projekt des Jugendfreiwilligendienstes CMI. Dabei verpflichten sich Jugendliche aus Schulen für neun Monate, in einem anderen Land „als Lernende, Zuhörende oder Helfende“.

Schüler machen Musik

Besonders festlich war an diesem Ordenstag die Musik. Zum Maristen-Jubiläum spielte ein Ensemble des Maristenkollegs Mindelheim unter Leitung von Dr. Bernhard Hess.

Ein Doppelkonzert von Johann Sebastian Bach, ein Violinkonzert von Joseph Haydn und der auswendige solistische Vortrag von Jonas Streitel (13) von Chopins Impromptu Nr. 4 begeisterten die Zuhörer. Nach einer Abendandacht in der Basilika wartete auf die Ordensleute im Kloster ein festliches Essen in geselliger Runde.

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