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Jahreskonzerte

04.01.2016

Sie ziehen alle Register ihres Könnens

Das Programm der Musikkapelle Oberrieden war bunt gemischt, die Grenzen von den traditionellen und konzertanten Stücken fließend. Ganz nach dem Geschmack der zahlreichen Besucher.

Musikkapelle Oberrieden überzeugt einmal mehr

Den Termin für das Jahreskonzert der Musikkapelle Oberrieden sollten sich Freunde der Blasmusik rot anstreichen. Gilt er doch als krönender Abschluss Monate langer Probenarbeit. Auch bei den jüngsten Konzerten wuchsen die Musiker wieder einmal über sich selbst hinaus. Ihr Programm war bunt gemischt, die Grenzen von den traditionellen zu den konzertanten Stücken fließend. Ganz nach dem Geschmack der vielen Besucher.

Schon zum Entree zeigte das 50-köpfige Orchester mit dem schwungvoll anmutenden Konzertmarsch „Avalon“ von Alexander Pfluger musikalisch Flagge und zog alle Register seines Könnens. Bei guter Puste zeigten sich die Instrumentalisten auch bei einer klangvollen Reise, die sie und das Publikum „ um die Welt“ führte. Die Besucher sahen vor ihrem geistigen Auge Büffelherden vorbeiziehen, Zugräder rattern und hörten die Turmuhr von Big Ben achtmal schlagen.

Mit „Meister Petz“ betrat dann ein brummiger Bär die Bühne. Der tappte im Wald herum, suchte in einem Bach nach Fischen und wetzte seine Krallen an einem Baum. Dagmar Geiger setzte sein Gehabe musikalisch mit einem Solo für Fagott um und spielte das selten eingesetzte Instrument mit großer Leichtigkeit. Weiter ging‘s mit der klassischen und gemütlich anmutenden „Aha-Polka“ von Ernst Hutter. Bei diesem Stück gaben Tenorhorn, Bariton, Flügelhorn und Klarinette den Ton an. Mit ausdrucksstarken Melodien entführten die Blasmusiker ihre Zuhörer bei der „Appalachian Overture“ des Komponisten James Barnes nach Nordamerika zu der majestätischen Bergkette der Appalachen. Nach der Pause war „Träumen“ angesagt. So bei dem spanischen Marsch „Peepita Greeuus“ von Pascual Perez Chovi und dem Walzer „Träumerei“ aus der Feder von Mark Sven Heidt. Wer wollte, durfte mitschunkeln.

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Schließlich erzählten die Musiker nach Noten aus der Geschichte des US-Bundesstaates Oregon. Da hörte man Goldgräber mit Planwagen durch das von Indianern bewohnte Land ziehen und Cowboys am Lagerfeuer Mundharmonika spielen.

Passend zur Jahreszeit endete das Jahreskonzert betont festlich. Mit dem brillant gespielten „A Christmas Fetsival“ von Leroy Anderson. In dem Potpourri erklangen auch viele Weihnachtslieder. Zwischen den Musikstücken gab es von der Moderatorin Johanna Schuster Unterhaltsames und Wissenswertes über Kompositionen und Instrumente zu hören.

Ein großes Kompliment gebührt der jungen Dirigentin Marina Beer, die leichtfüßig und elegant den Taktstock schwang und ihre Truppe zu Leistungen animierte, die aufhorchen ließen.

Wie bei Jahreskonzerten üblich, wurden verdiente Musiker geehrt. So zeichnete der stellvertretende ASM-Bezirksvorsitzende Hubert Fröhlich Bettina Baur für 25jährige Treue zur Blasmusik aus. Eine Urkunde gab es auch für die Nachwuchsklarinettistin Simone Sirch, die mit Erfolg den Bläserkurs D2 (Silber) absolvierte. (iss)

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