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Neue Umfrageergebnisse

12.12.2016

So denken die Gäste über die Kneippstadt

Kneipp-Anwendungen sind für die meisten Gäste ein Muss.
Bild: Kurbetrieb BW

Die Auswertung einer groß angelegten Befragung liegt vor – mit teils sehr eindrücklichen Ergebnissen

Die mit Abstand meisten Gäste Bad Wörishofens haben ihren Aufenthalt auf Empfehlung direkt per Telefon gebucht und übernachten in einem Kurhotel oder Kurhotel garni. Das ist ein Ergebnis der groß angelegten Gästebefragung. Kurdirektorin Petra Nocker hat die Auswertung nun vorgestellt. Sie basiert auf 491 Rückmeldungen. Demnach folgen den Kurhotels in der Beliebheit (61,2 Prozent) die Hotels (24 %) und erst mit weitem Abstand Ferienwohnungen (7,7%). Pensionen, Gasthöfe, Campingplätze und Rehaeinrichtungen spielen demnach nur eine untergeordnete Rolle. Das gleiche gilt für den Moment für das Internet als Buchungsplattform. Nur 7,5 Prozent der Befragten sind auf diese Weise zu ihrem Zimmer gelangt.

Schlechte Buchbarkeit über das Internet

Allerdings wird in Bad Wörishofen auch regelmäßig Kritik an der nicht vorhandenen Online-Buchbarkeit vieler Hotels laut. Auch über Reisebüros gelangen nur wenige Gäste nach Bad Wörishofen, gerade einmal vier Befragte kamen noch über die Krankenkasse in die Stadt. Dafür gibt es einige treue Gäste. Jährlich (31,6%), mehrmals jährlich (22,6%) waren mit die häufigsten Antworten auf die Frage nach der Häufigkeit von Aufenthalten in Bad Wörishofen. Mehr als 66 Prozent der Befragten kommen mit dem Auto, 19,4 Prozent mit der Bahn und 11,9 Prozent mit dem Bus. Kneipp, Erholung und Ruhe sind in dieser Reihenfolge die Begriffe, welche die Befragten vor allem mit Bad Wörishofen in Verbindung bringen. Kneipp liegt dabei weit vorne. Das Thema Gesundheit schafft es erst auf Platz vier, abgeschlagen sind Kultur oder Radfahren. Auf Bad Wörishofen aufmerksam werden die Menschen in der Regel durch Empfehlungen. Messen spielen dagegen keine Rolle, es gab hier nur eine Nennung. Die Gesundheits- und Kurangebote gaben oft den Ausschlag für die Buchung, aber auch die Landschaft und das gesunde Klima. Wer sich in Bad Wörishofen erholt, geht in der Regel gerne Spazieren (14,4 Prozent), zum Kurkonzert oder den Kurangeboten. Das Thema Shopping findet sich im oberen Mittelfeld, noch vor der Therme (4,4%). Abgeschlagen sind etwa Ortsführungen, Museen oder Freizeiteinrichtungen. Dafür nehmen 46,2 Prozent der Befragten täglich Kneippanwendungen in Anspruch. 18,2 Prozent tun das dagegen nie. Spitzennoten erhalten Service und Freundlichkeit in den Unterkünften (1,38), Kneipp-Anwendungen (1,44), der Kurpark (1,46), aber auch Unterkünfte und das Preis-Leistungsverhältnis (2,24). Der Einzelhandel erhält die Note 2,46. Was die Touristiker ebenfalls freuen dürfte: Über 90 Prozent der Befragten bewerten ihren Aufenthalt insgesamt mit sehr gut oder gut. Highlight für viele ist der Kurpark. Nicht gefallen haben vor allem der Verkehr (23 %), die Öffnungszeiten des Einzelhandels (20 %) und der Gastronomie (17,7 %).

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Touristischer Masterplan soll umgesetzt werden

In Arbeit ist auch die Umsetzung des touristischen Masterplans 2021, der noch unter Kurdirektor Horst Graf entworfen wurde. Dafür gibt es nun sogar Lob von den Hoteliers, die im Hotel- und Gaststättenverband organisiert sind. Man habe einer „eindrucksvollen Vermieterversammlung beiwohnen dürfen“, sagt Martin Steinle, der stellvertretende Vorsitzende. Nocker und ihre Abteilungsleiter hätten sehr umfassend über den derzeitigen Umsetzungsstand des Masterplanes informiert. „Viele Punkte sind auf einem guten Weg und wir als BHG-Ortsverband freuen uns sie dabei unterstützen zu dürfen“, sagt Steinle. Er appelliert an die „Gastgeberkollegen“, dass „für eine konsequente Basiswerbung ihrer Betriebe das Werbeangebot der Kurverwaltung eine wunderbare Möglichkeit bietet“. Steinle rät den Gastgebern, mit der Dachmarke Bad Wörishofen zu werben, um sich „gemeinsam größer von den Mitbewerbern abheben zu können“. Dem „motivierten Team der Kurverwaltung“ wünsche man ein gutes Gelingen.

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