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Mindelheim

23.05.2019

So erinnert sich Mindelheim an Kaiser Maximilian I.

Der Chor vocal total umrahmte den Festakt zum Gedenken an Kaiser Maximilian. Vorne im Bild sind Julia und Markus Lutzenberger als Kaiser Maximilian und seine Gemahlin Bianca Maria Sforza sowie Georg Wölfle als Bischof Kardinal Mathäus Lang von Wellenburg zu sehen.
Bild: Glonner

Vor 500 Jahren starb Kaiser Maxmilian I., doch eine Veranstaltung im Mindelheimer Stadttheater lässt die historische Figur wieder aufleben.

500 Jahre ist er nun schon tot, Kaiser Maximilian I. Der bunte Bilderreigen, der ihm zu Ehren beim Festakt im Mindelheimer Stadttheater präsentiert wurde, ließ jedoch die Illusion entstehen, der große Regent habe Mindelheim zum fünfundzwanzigsten Mal besucht. Hell klangen die Fanfaren, als Julia und Markus Lutzenberger als Kaiser Maximilian und seine Gemahlin Bianca Maria Sforza und Georg Wölfle als Bischof Kardinal Mathäus Lang von Wellenburg, mit Wachen und Hofstaat auf der Bühne erschienen. 

Im historischen Gewand bedankte sich Bürgermeister Stephan Winter bei seiner Majestät für „die große Ehre“ seines Besuches. Weil der Kaiser eine Vorliebe für Musik hatte, lässt sich erahnen, dass er damit manchen Stress seines „rastlosen Unterwegsseins“ kompensierte. So spielte Musik auch bei dieser nostalgischen Darbietung eine herausragende Rolle. Catherine Taylor, Stefanie Lutz, Sandra Miller, Maria Hahn und Nancy Camilleri von der „Renaissancemusik Mindelheim“ boten dem Kaiserpaar mittelalterliche Weisen auf Blockflöte, Cornamuse, Krummhorn, Fidel und Trommeln.

Die Renaissancemusik Mindelheim und der Kammerchor Vocal Total sorgten für den musikalischen Rahmen

 Mit Titeln wie „Alta“ von Francisco de la Torre und „Il est bel et bon“ von Pierre Passereau umrahmten sie gekonnt den Festakt. In fantastischen Kostümen und mit herrlichen Stimmen erfreute der Kammerchor „Vocal Total“ bei „Vecchie Letrose“ von Adrian Willaert und dem Liebeslied „Elslein“ von Komponist Ludwig Senfl, der schon als Sängerknabe in Maximilians Dienste kam. Vom Glanz seines Hofes hinterließ der Kaiser bei seinen vierundzwanzig Besuchen in Mindelheim wertvolle Erinnerungen. Kulturamtsleiter Christian Schedler gelang es, durch umfassende Recherchen, in seinem Vortrag „Kaiser Maximilian und Mindelheim“ einen faszinierenden Eindruck von dieser Zeit zu vermitteln. 

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Eine Festbroschüre zum Kaiser und seiner Verbindung zu Mindelheim gibt es nun zu kaufen

Von Professor Franz Körndle von der Universität Augsburg waren bei dessen Gespräch mit Schedler über „Kaiser Maximilian und die Musik“ fachliche und menschliche Details zu erfahren. So begleiteten Maximilian auf seinem letzten Weg von Innsbruck nach Wels im Jahr 1519 „nur 14 Trompeter und Pauker“, was allerdings die Höchstanzahl an Trompeten war, die einem Regenten damals zustanden.

Alle Gäste der Gedenkfeier erhielten die Festbroschüre „Kaiser Maximilian I. und Mindelheim“, die in den MZ-Geschäftsstellen, beim Kulturamt in Mindelheim, beim Frundsberg Festring sowie im Buchhandel erhältlich ist.

Wer noch einmal auf die historische Zeit und das Frundsbergfest zurückblicken will, kommt hier zu unserem Frundsbergfest-Special.

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