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Musik

27.05.2017

So klingt das Unterallgäu

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Da reichte sogar die große Bühne im Kursaal gerade so aus: Der Unterstufenchor der Maria-Ward-Realschule in Mindelheim war der mit Abstand größte Chor beim Unterallgäuer Kindersingen.

Die jüngsten Chöre des Landkreises zeigen im Kursaal von Bad Wörishofen, dass es um den Sängernachwuchs gut bestellt ist. Kneipp darf da nicht fehlen, aber auch die Wikinder sind los

Um den Sängernachwuchs im Unterallgäu muss niemandem Bange sein. Was die Kinder und Jugendlichen beim Unterallgäuer Kindersingen in Bad Wörishofen auf der Bühne des Kursaales präsentierten, waren viele kleine, gut aneinander gereihte Höhepunkte. Kreisjugendreferentin Anita Schwarz-Geißler lobte entsprechend „die vielen tollen Lieder, die ihr für uns singt.“ Die Vorsitzende des Sängerkreises, Elfriede Brennich, war nicht weniger stolz.

Der Kinderchor aus Heimertingen hatte mit dem Leiter Johannes Striegel den Weg nach Bad Wörishofen gerne angetreten. Sie starteten mit der Mahnung: „Hey, ihr Kinder groß und klein, haltet unsre Umwelt rein.“ Das Lied hatte den weiten Weg von Goch am Niederrhein ins Unterallgäu gemacht. Das Sprechstück „Dum digi digi“ wiederum klang wie Percussion für die Stimmbänder, mal etwas ganz anderes. Für Heiterkeit sorgte das Lied vom Hai im Kochtopf.

Bei den Kneippspatzen aus Bad Wörishofen, dirigiert von Anna Schmid und am Klavier von Bernhard Ledermann begleitet, waren es die Spinnen, ein Lied von Konstantin Wecker, die so gerne in der Badewanne sitzen, sie sind „dick und fett, spinnig und kokett, auf der Abflussrinne. Pfui, Spinne!“ Und die Lösung des Problems? Ganz einfach: „Man badet nicht!“ Die Kneippspatzen kamen auch dieses zweite Mal barfuß auf die Bühne, ganz im Sinne des Erfinders der Wassertherapie Pfarrer Sebastian Kneipp. Dass da ein Kneipplied nicht fehlen durfte, war klar.

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Dem Kinder- und Jugendchor Babenhausen unter der Leitung von Daniel Böhm hatten es Filmgrößen angetan. Ob „Opa Fabian“ aus „Pippi Langstrumpf“ oder das Lied „der starken Männer“ mit „Hey Wicke“, das Singen machte ihnen sichtlich Freude.

Beim „Cerf volant“, den Papierfliegern, aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ kamen Erinnerungen an diesen großartigen Film auf. Erinnerungen brachten auch die Jüngsten vom „Sunray-Chor“ mit Margarethe Eisenbarth aus Dietershofen mit, denn sie hatten sich unter anderem die „fleißigen Handwerker“ vorgenommen. Reizend, wie die kleinsten Sänger mit Symbolen die einzelnen Gewerbe deutlich machten.

Der Unterstufenchor der Realschule und des Gymnasiums Ottobeuren unter der Leitung von Matthias Heinzmann machten es nicht kompliziert. „Das ist gar nicht schwer“ sangen sie gleich in verschiedenen Sprachen, in Französisch „C’est pas complique“, in Englisch „that’s easy“, Niederländisch „gemakkelijk“ und so weiter, wie es sich für einen Kanon gehört.

Der größte Chor, das waren die Mädchen der Maria Ward-Realschule aus Mindelheim.

Eigentlich sei der Chor noch größer, so Andrea Lux, die die Leitung dieses Chores immer wieder mit Erfolg zu frischem Gesang bringt. Es würden 16 Mädchen aus unterschiedlichen Gründen fehlen. Sie sangen „Willkommen im Frühling“ und überzeugten mit „Dir gehört mein Herz … von heute an für alle Ewigkeit.“ Wenn es im Liedtext wohl etwas anderes gemeint war, bezogen auf die Liedkunst könnte es jederzeit angewandt werden.

Richard Hoffmann, Vorsitzender der Gruppe Frundsberg im Sängerkreis Unterallgäu kam im Auftrag der Sparkasse Bad Wörishofen. Er bedankte sich bei den jungen Sängerinnen und Sängern „für diese kurzweilige Stunde“ und überreichte jedem Chorleiter 50 Euro zur Unterstützung für neue Lieder.

Darauf können sich schon alle Gäste, die übrigens reichlich und wohl verdienten Beifall spendeten, im nächsten Jahr freuen, wenn wieder zum „Kindersingen“ eingeladen wird.

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