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Breitenbrunn

08.11.2019

So überzeugend spielt der Theaterverein Breitenbrunn

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Schreckschraube Doris Wurmer (Heidi Büchele) will mit Andreas Gärtner (Theo Beggel) dem jungen Untermieter der Familie Kreuz anbandeln. Doch der hat gerade ganz andere Bedürfnisse.

Der Theaterverein Breitenbrunn spielt "Eins plus Eins ist gleich Chaos" - ein Spektakel voller Schwindeleien, Vertuschungen, Intrigen und Missverständnisse.

„Eins plus Eins ist gleich Chaos“, rechnete der Theaterverein Breitenbrunn dem Publikum bei der Premiere der gleichnamigen Komödie im Haus der Vereine vor. Bei diesem pfiffigen Dreiakter aus der Feder von Heidi Mager geht es um ein Versteckspiel voller Schwindeleien, Vertuschungen, Intrigen und Missverständnisse.

Das Stück spielt im Wohnzimmer der Familie Kreuz, die jeden verfügbaren Euro für den Aufbau einer Fußpflegepraxis braucht. Um etwas dazu zu verdienen, vermieten die Eheleute ihr Gästezimmer im Wechsel an zwei Personen, die nichts voneinander wissen. Doch dann fährt die Untermieterin am Wochenende nicht weg: Der Betrug droht aufzufliegen.

Die Schauspieler des Theatervereins Breitenbrunn gehen in ihren Rollen auf

In der Not muss sich der Sohn um eine Fußpflege-Kundin kümmern. Und als gäbe es nicht schon Probleme genug, platzen auch noch Verwandte bei Familie Kreuz herein und wollen eine Woche Urlaub machen. Schließlich kommt noch Mutter Anna (Elfriede Egger) vom Urlaub zurück und verspricht den beiden „glücklichen Ehepaaren“ ein größeres Geldgeschenk. Allerdings nur, wenn sie sich glücklich zeigen – was sie schon lang nicht mehr sind. Derweil wird Sohn Felix, der mit seinem Cousin auf einer Party war, von der Polizei nach Hause gebracht und die Situation scheint völlig zu entgleisen.

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Um es vorwegzusagen: Die Laienschauspieler gingen ganz in ihren Rollen auf und zeigten sich der turbulenten Handlung absolut gewachsen. Da quälte sich der halbwüchsige Sohn Felix Kreuz (Bastian Sauerwein) durch seine Mathe-Aufgaben und mimte einen Jugendlichen, der sich lieber mit dem Smartphone als mit schnöder Rechnerei abgibt. Sein Vater, Paul Kreuz alias Hans-Peter Böck, mimte überzeugend einen „Macho-Helden“, der sich gern von seiner Frau Ingrid (Andrea Glogger) bedienen lässt. Schallendes Gelächter, als sich Paul die Strapse der Untermieterin um den Bauch bindet.

Der Theaterverein Breitenbrunn zeigt im Haus der Vereine beste Unterhaltung

Für jede Menge Komik sorgen Doris Wurmer (Heidi Büchele), die Schwester von Ingrid, und ihr Mann Erwin (gespielt von Gerhard Rogg). Die Rolle des Pantoffelhelden ist ihm auf den Leib geschrieben. Er muss Koffer schleppen, das Bügeleisen schwingen und zum Dank dafür gibt es abends statt deftigem Wurstsalat nur Knäckebrot mit Kräuterquark. Als Doris ihren Mann wieder mal abbügelt, emanzipiert sich Erwin und bietet seiner Liebsten Paroli: „Ich lass mich scheiden, wegen seelischer Grausamkeit“, droht er seiner „Schreckschraube“. Da ist er nicht allein: Auch Paul Kreuz will sich scheiden lassen.

Während die Ehepaare streiten, dass die Fetzen fliegen, treffen die beiden Untermieter Beate Schneider (Ramona Heiß) und Andreas Gärtner (Theo Beggel) aufeinander und verlieben sich. Bei all dem Durcheinander sorgt Christian Wurmer (Matthias Rogg), Sohn des „Hausdrachens“ Doris, für Gelächter. Als geschäftstüchtiger Anzugträger versucht er, jedem eine passende Versicherung anzudrehen. Zu guter Letzt taucht noch eine Freundin der Familie Kreuz auf. Irene Kübler (Franziska Egger) vermittelt erfolgreich zwischen den Ehepaaren – und am Ende feiert das Publikum die Darsteller und alle Beteiligten für die spritzigen Dialoge und schrägen Charaktere, die Liebe zum Detail und den Theaterspaß, den die Breitenbrunner der ganzen Familie bieten.

Weitere Spieltermine: Sa, 9. November, 20 Uhr; So, 10. November, 18 Uhr; Sa, 16. November, 20 Uhr; So, 17. November, 18 Uhr; sowie Fr, 22. November, und Sa, 23. November, jeweils um 20 Uhr.

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