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Unterallgäu

22.05.2019

So werden Balkonkästen und Blumenkübel bienenfreundlich

Wer beispielsweise Tagetes (Bild), Mädchenauge, Ziersalbei oder Männertreu anstelle von Geranien oder Petunien pflanzt, kann auch auf dem Balkon etwas für heimische Insekten tun.
Bild: Orf/Landratsamt

Der Unterallgäuer Gartenfachberater Markus Orf erklärt, welche bienenfreundlichen Alternativen zu Geranien und Petunien es gibt.

Während Frühjahrsblüher, Stauden und Sträucher in den Vorgärten schon seit einigen Wochen für Farbtupfer sorgen, werden nach den Eisheiligen auch Balkonkästen und Blumenkübel bepflanzt. Wie man diese bienenfreundlich gestaltet, erklärt Markus Orf, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Unterallgäu.

Der Unterallgäuer Gartenexperte rät zu Mädchenauge oder Ziersalbei als bienenfreundliche Alternativen

„Traditionell werden Balkone häufig noch mit Petunien, Geranien und anderen reichblühenden Pflanzen bepflanzt“, sagt Orf. „Diese sind zwar optisch schön, stellen für unsere heimischen Insekten aber keine Futterquelle dar.“ Als insektenfreundliche Alternativen empfiehlt der Experte zum Beispiel das Mädchenauge oder den Ziersalbei. Das Mädchenauge (Coreopsis) locke vor allem bei Sorten mit ungefüllten Blüten viele Wildbienen an. Der Ziersalbei mit seinem blauen Blütenflor werde besonders gerne von Hummeln besucht. Gut geeignet seien aber auch Männertreu oder Tagetes.

„In Balkonkästen empfiehlt sich die Pflanzung von kompakten Sorten, um das Umfallen bei starkem Wind zu vermeiden“, so Orf. Hierfür bietet sich die Schneeflocke (Sutera) an, die je nach Sorte kompakt beziehungsweise überhängend aus Ampeln und Balkonkästen wächst. Etwas für Insekten tut laut Orf auch, wer Kräuter wie Salbei, Schnittlauch oder Thymian nicht komplett abschneidet, sondern einen Teil davon stehen und blühen lässt.

Wie man seinen Garten so anlegen kann, dass auch die Natur etwas davon hat, erläutert Markus Orf hier: Alternativen zum Grau

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