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Bad Wörishofen

21.02.2020

So wird das Seniorenheim größer

Das Kreis-Seniorenheim am Anger wird erweitert. Im Stadtrat wurde auch bekannt, wann die Bauarbeiten beginnen sollen. Entstehen wird unter anderem der markante neue Gebäudeteil mit dem rotbraunen Dach, dazu ein Anbau mit Terrasse (rechts).
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Das Kreis-Seniorenheim am Anger wird erweitert. Im Stadtrat wurde auch bekannt, wann die Bauarbeiten beginnen sollen. Entstehen wird unter anderem der markante neue Gebäudeteil mit dem rotbraunen Dach, dazu ein Anbau mit Terrasse (rechts).
Bild: Schneider Architekten

Plus Mit einem Anbau schaffen Landkreis und Stadt Bad Wörishofen mehr Plätze und die lange gewünschte Verbindung der Gebäudeteile.

Bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden leben – das ist oft der große Wunsch. Nicht immer ist das aber möglich – und dann sind die Menschen auf ausreichend Plätze in Seniorenheimen angewiesen. In Bad Wörishofen steht nun fest, dass das Kreis-Seniorenheim Am Anger erweitert wird. Der Stadtrat hat Nägel mit Köpfen gemacht und dem Landkreis jetzt eine Kostenübernahme von 20 Prozent zugesagt.

Zwischen Landkreis und Stadt Bad Wörishofen gibt es seit 1990 eine Zweckvereinbarung, welche die Rechte und Pflichten regelt. Maximal zahlen muss die Kneippstadt gemäß dem nun erfolgten Beschluss 780.000 Euro. Solle es teurer werden, muss nochmals beraten werden. Der Stadtrat hat auch die vorgelegte Planung genehmigt, wonach es einen Süd-Querbau geben wird, dazu eine Erweiterung nach Osten und eine Teilunterkellerung im Süden des Gebäudes.

„Der Anbau ist ein lang gehegter Wunsch, nicht nur unserer Fraktion“, betonte Finanzreferentin Michaela Bahle-Schmid ( CSU). „Sehr gut“ sei es, dass nun eine Verbindung der Gebäudeteile geschaffen werde. Das erleichtere auch dem Pflegepersonal die Arbeit. Schade sei es, dass kein Versammlungsraum für die Heimbewohner Platz fand. Aus Kostengründen sei das aber verständlich. Die geplante Terrasse befand Bahle-Schmid für gut.

Ein Kneipp-Akzent ist der Wunsch der Finanzreferentin

Sie regte aber an, in der Kneippstadt Bad Wörishofen auch im Seniorenheim einen Kneipp-Akzent zu setzen. Zum Jubiläumsjahr 2021, dem 200. Kneipp-Geburtstag, habe der Freistaat sogar ein Förderprogramm für Kneipp-Anlagen aufgelegt, das der Landkreis nützen könnte. Für diese Idee zeigte sich Ara Gharakhanian vom Landkreis Unterallgäu in der Sitzung aufgeschlossen. „Die Umsetzung des Kneipp-Konzeptes würde der Einrichtung gut zu Gesicht stehen“, sagte er. Gharakhanian berichtete zudem, dass auch die Genehmigung von Krafthand Medien für den Anbau vorliege. Das sei nötig, weil für das Grundstück ein Erbbaurecht bestehe. Dass der Anbau günstiger komme als eine Aufstockung, erläuterte Bad Wörishofens Baureferent Wilfried Schreiber (FW).

„Wann geht es los?“, wollte Bahle-Schmid dann wissen. Mitte Oktober könnte es mit einem Baubeginn klappen, berichtete Gharakhanian. Der Landkreis habe die Absicht, noch heuer mit dem Anbau zu beginnen. „Eine gute zeitliche Perspektive“ nannte das Bürgermeister Paul Gruschka (FW). Für Thomas Vögele (FW) stellt der Anbau „die sinnvollste Lösung“ dar, weil auf diese Art am wenigsten in den Bestand eingegriffen werden müsse. Architekt Clemens Schneider aus Bad Wörishofen erläuterte dem Rat, was genau gemacht wird. Entstehen werden 18 neue Zimmer, weshalb künftig 69 statt 48 Bewohner im Kreis-Seniorenheim Platz finden. Der Anbau wird schätzungsweise 3,9 Millionen Euro kosten. Nach Abzug der Fördermittel wird der Landkreis voraussichtlich 2,45 Millionen Euro tragen, die Stadt Bad Wörishofen etwa 612.000 Euro. Die verankerte Maximalsumme von 780.000 Euro soll der Vorbeugung dienen, bei möglichen Mehrkosten oder Förderausfällen.

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