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Jahreskonzert in Dirlewang

29.12.2016

Spannender als der Tatort

Das Jahreskonzert der Musikkapelle Dirlewang stand ganz im Zeichen der James-Bond-Filme.
Bild: Harry Klofat

Die Musikkapelle Dirlewang überzeugt mit James-Bond-Filmhits.

Wer den Tatort anschaute, der parallel im Ersten lief, der hatte Pech. Denn spannender war es eindeutig beim Jahreskonzert der Musikkapelle Dirlewang. Das lag nicht nur am Motto des Abends: „Gestatten, mein Name ist Bond, James Bond“. Wenn der Saal mit 400 Besuchern um 19 Uhr schon voll ist, obwohl das Konzert erst um 20 Uhr beginnt, dann muss etwas Außergewöhnliches auf dem Programm stehen. Das Jahreskonzert ist so etwas, denn immer wieder lassen sich die Musiker und Dirigent Klaus-Jürgen Herrmannsdörfer Neues einfallen. Und wer geglaubt hätte, nach Rockklassikern, der Parade der Märsche und den Erinnerungen an Heinz Herrmannsdörfer in den Vorjahren, gäbe es keine Steigerung mehr, wurde eines Besseren belehrt. Das James Bond Konzert toppte das bisher Dagewesene. War es ein Kinoabend, ein Konzert oder beides? Bei der Hälfte der Bond-Filmsongs liefen Szenen aus den dazugehörigen Filmen über die Leinwand. Synchron spielten die Musiker nicht nur die bekannten Songs, die zu Evergreens wurden, sondern interpretierten auch die jeweilige Filmmusik. Weil das, wie Bond gesagt hätte, nicht genug war für die Welt, standen zudem zwei erstklassige Gesangssolistinnen auf der Bühne: Alexandra Jörg bei besagtem Stück „The World is not enough“, bei „Diamonds are forever“ und dem absoluten Knaller „Golden Eye“. Jutta Filser glänzte mit einem stimmgewaltigen „Skyfall“ und ließ Adele vergessen.

Aus Musik entstanden Bilder

Der Spannungsbogen blieb hoch: „Live an let die“, „Goldfinger“ und „The Spy who loved me“ zogen musikalisch und optisch an den Zuhörern vorüber. Viele staunten mit offenen Mündern, wie dieses optische und akustische Spektakel gleich einer Verfolgungsjagd á la Bond durch die Turnhalle brauste. Einmal mehr forderten Klaus-Jürgen Herrmansdörfer und Co-Dirigent Andreas Stich, der zwei Stücke dirigierte, die Kapelle auf Äußerste, denn das was in den Noten stand, war für viele Musiker Neuland mit Höchstschwierigkeiten. Es galt nicht nur exakt zu spielen, sondern die Kapelle musste im Zusammenspiel vor allem mit dynamischen Mitteln Stimmungen erzeugen, um die Musik zu Bildern werden zu lassen. Zwischen den Stücken wusste Moderator Michael Rogg einiges zu James Bond, dessen geistigen Vater Ian Fleming und den Handlungen der Filme zu berichten.

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Erholung? Fehlanzeige! Obwohl, bei der „Tritsch Tratsch Polka“ und dem Marsch „Einzug der Gladiatoren“ von Julius Fucik als Zugabe konnte das Publikum durchschnaufen, schließlich war dies vertrautes Blasmusik-Terrain. Aber man glaubt es kaum, auch diese Stücke wurden in Bond-Filmen verwendet.

Wer es dennoch vorgezogen hatte, den Abend vor dem Fernseher beim Tatort zu verbringen, für den gibt es eine gute Nachricht: „Das Konzert wird im Frühjahr wiederholt“, kündigte Dirigent Klaus-Jürgen Herrmannsdörfer an. Dann sind die Dirlewanger im Kino in Bad Wörishofen zu Gast. Welcher Rahmen könnte für James Bond passender sein? Der genaue Termin steht noch nicht fest.

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