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Natur

14.11.2019

Spaß haben am Artenschutz

Unweit des Hainbuchen-Pavillons soll das Artenschutzprojekt im Kurpark entstehen.
Foto: Franz Issing

Grünes Licht für ein großes Projekt von Rotariern, Stadt und Pfarrer-Kneipp-Schule. Das ist im Kurpark geplant

Das Artenschutzprojekt von Rotary Club und Pfarrer-Kneipp-Grund- und Mittelschule im Kurpark von Bad Wörishofen kann starten. Der Kurausschuss gab einstimmig grünes Licht für die Aktion, an deren Ende eine Attraktion entstehen soll, die „Naturliebhaber aus nah und fern anziehen“ soll, wie es in der Beschreibung des Kurbetriebs heißt.

Von Anfang an sollen in das Projekt die Kinder und Jugendlichen der Grund- und Mittelschule einbezogen werden. Vor Ort soll es dann auch via Infotafeln und Erlebnisbereichen möglich sein, sich über ein aktuelles Umweltschutzthema zu informieren. Die Schüler seien bereits „hoch motiviert“, hieß es im Ausschuss. Der Plan: Sobald Arbeiten anfallen, die per Hand oder mit leichteren Geräten erledigt werden können, kommen die Kinder und Jugendlichen zum Einsatz. Auch die Rotary-Jugend „Rotaract“ will helfen. Bad Wörishofens Stadtgärtnermeister Andreas Honner koordiniert das Ganze. Er wird auch an der Schule einen Artenschutzvortrag halten und das Projekt vorstellen. In der Winterzeit sollen in der Schule auch die Infotafeln erarbeitet und angefertigt werden. Auch bei der zukünftigen Pflege sollen sich die Kinder und Jugendlichen einbringen können. Zu tun gibt es eine Menge. In Nachbarschaft des Hainbuchen-Pavillons wird zunächst die Vegetationsschicht abgetragen und gelagert. In der feuchten Wiese wird ein flacher Teich entstehen, dazu ein „Naschbeet“ und eine Anlage mit Wildsträuchern. Ein Naturzaun und ein Totholzhügel gehören ebenso zum Angebot wie Steinpyramiden und ein Sandarium, in dem Wildbienen nisten können. Schmetterlings-, Feucht- und Fettwiesen werden angesät, dazu Trampelpfade und Pflegepfade angelegt. Es gibt Wildbienenhotels und weitere Installationen. Es ist also ein Menge zu tun – und es werden Kosten anfallen.

Hier gab Bad Wörishofens früherer Kurdirektor Lothar Burghardt gleich Entwarnung. Er ist der amtierende Präsident des Rotary-Clubs Bad Wörishofen-Mindelheim. Der Club werde alle Kosten übernehmen, auch Folgekosten. Er lobte die Idee von Andrea Riedel, ebenso, wie Bürgermeister Paul Gruschka (FW). „Ein tolles Projekt“, findet der Rathauschef. „Andreas Honners Kompetenz ist für die Schüler besonders wertvoll.“ SPD-Fraktionssprecher Stefan Ibel merkte allerdings an, dass dies kein Projekt sei, mit dem man eine ganze Schule beschäftigen könne. Er regte deshalb an, auch Angebote zu machen, bei denen sich Schüler und Erwachsene um die Pflege etwa der Wassertretstellen im Stadtgebiet kümmern können. So könne man das Thema Nachhaltigkeit stärken.

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