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Mindelheim

30.07.2018

Spatenstich für ein umstrittenes Projekt

Zu den Spaten griffen (von links): Constantin Vogg (Planungsbüro), Dieter Zech (Firma Glass), Hubert Klaus (Vorsitzender der Stiftung Heilig-Kreuz-Kloster), Bürgermeister Stephan Winter, Michael Thiede (Realestate Augsburg), Ricarda Pahn (Firma Glass), Uwe Poisel (Leiter Tiefbau Firma Glass), Peter Zech (Firma Glass), Stefan Kobold (Firma Glass).
Bild: Johann Stoll

In Mindelheim werden auf der Lautenwirtswiese 120 Wohnungen gebaut. Erste Mieter sollen Ende 2020 einziehen können.

An der Lautenwirtswiese ist das Großbauprojekt an den Start gegangen. Auf dem innenstadtnahen Areal sollen bis Ende 2020 rund 17 Doppel- und Einfamilienhäuser sowie 120 Wohnungen entstehen. Bis November 2018 ist die Firma Glass dabei, die Tiefbauarbeiten zu erledigen, darunter auch eine Tiefgarage für 155 Plätze. Der Großteil der Wohnungen wird vermietet, sagte beim Spatenstich Michael Thiede, der Geschäftsführer von Real Estate Solutions aus Augsburg. Das Unternehmen hat das Areal im Auftrag des Heilig-Kreuz-Klosters entwickelt.

Eigentlich hätten die Bauarbeiten schon vor einem Jahr beginnen sollen. Ein Bürgerentscheid verzögerte jedoch die Planungen. Kurz vor Weihnachten stimmte die Mehrheit der Mindelheimer, die ihre Stimme abgegeben haben, für den Bau, um damit die anhaltende Wohnungsnot zu entschärfen.

Der St. Stephans-Kindergarten soll hierher verlegt werden

Der Vorsitzende der Stiftung zum Heiligen Kreuz, Hubert Klaus aus Mindelau sagte, er freue sich, dass in Mindelheim notwendige Wohnungen entstehen und das Kloster einen Beitrag dazu leisten konnte, dass das möglich wird. Klaus sprach von einem sehr wertvollen, weil stadtnahen Grundstück. Ein Teil entstehe als Sozialwohnungsbau. Auch der St. Stephans-Kindergarten soll hierher verlegt und vergrößert werden.

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Bürgermeister Stephan Winter sagte, der Druck auf den Wohnungsmarkt sei unverändert hoch. Deshalb sei das Vorhaben am Lautenwirtsgässchen wichtig. Er unterstrich auch die soziale Seite des Vorhabens. Ein Teil der Wohnungen sei sozialgebunden, ein Teil werde genossenschaftlich vermietet. Die Bewohnerstruktur sei aber sehr durchmischt.

Es werden bis zu 50 Millionen Euro investiert

Michael Thiede von Real Estate Solutions sagte, 60 bis 70 Prozent der Wohnungen werden vermietet, die übrigen verkauft. Die ersten Mieter sollen Ende 2020 einziehen können. Die Stiftung behält ein Haus. Die Mieteinnahmen sollen zur Alterssicherung der Klosterschwestern beitragen. Laut Thiede werden zwischen 40 und 50 Millionen Euro investiert.

Weil mit der Mindelheimer Firma Glass ein einheimisches Unternehmen mit den Bauarbeiten beauftragt ist, bleibt die Wertschöpfung in der Region. Der Leiter der Abteilung Tiefbau bei der Firma Glass, Uwe Poisel sagte, die Firma Glass freue sich als ortsansässiges Unternehmen, dass es den Zuschlag erhalten hat.

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