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13.03.2009

Stadtrat muss jetzt Farbe bekennen

Mindelheim Zu einem außergewöhnlichen Ortstermin ist es gestern am frühen Nachmittag in einem Mindelheimer Wohngebiet gekommen. Rund 40 Nachbarn und Kinder waren an die Reißnerstraße direkt neben der Mindel gekommen, um gegen eine mögliche Bebauung einer Wiese zu protestieren. Zahlreiche Stadträte waren erschienen, ebenso wie die beiden Bürgermeister Dr. Stephan Winter und Herbert Kugler, um sich ein Bild vor Ort zu machen.

Winter sagte zur Vorgeschichte, dass sich Ende Januar/Anfang Februar ein Interessent bei der Stadt gemeldet habe. Er hatte sich erkundigt, ob die Fläche käuflich zu erwerben sei. Daraufhin wurde der Verwaltungs-, Finanz- und Werkausschuss eingeschaltet, der bei Grundstücksgeschäften gefragt ist. Das Gremium tagte nicht öffentlich, weil es sich um eine Grundstücksangelegenheit handelt. Nach Informationen der MZ entschied dieser Ausschuss mit elf gegen eine Stimme, die Fläche an den Bauwerber zu verkaufen.

Inzwischen liegt im Stadtrat auch ein Plan für das Vorhaben vor. Demnach ist ein eher kleineres Einfamilienhaus geplant. Stadtrat Josef Doll (Grüne) hatte beantragt, dass sich der gesamte Stadtrat mit dem Anliegen befassen soll. Dem ist entsprochen worden, sodass nun der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag, 23. März, 18.30 Uhr im nicht öffentlichen Teil darüber entscheiden wird.

Stadtbaumeister Gerhard Frey sagte, es handele sich bei der Wiese um eine klassische Baulücke. "Wenn sie einem Privaten gehören würde, könnte man ihm die Genehmigung nicht versagen", stellte Frey klar. Allerdings wies er auf den Flächennutzungsplan hin, in dem der Streifen neben der Mindel eigentlich von Bebauung frei gehalten werden sollte. Das ist auch der Wunsch von Frey.

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Dagegen freilich sprechen schon die beiden Nachbarhäuser. In dem einen sind Menschen mit Behinderung untergebracht. Südlich der Wiese hat Altbürgermeister Erich Meier sein Haus.

Für die Anwohner sprachen Jochen Lew, Charlotte Kirschner und Tobias Haisch. Sie argumentierten, die Wiese solle für spielende Kinder frei gehalten werden. Ein Bewohner des Wohnheims sagte, Kinder und Jugendliche würden auf dem Platz, der direkt neben der Mindel liegt, immer wieder Fußball und Federball spielen.

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