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Bad Wörishofen

19.11.2018

Stadtwerke Wörishofen erhöhen die Strompreise

Die Strompreise in Bad Wörishofen steigen
Bild: Matthias Becker

Der Bad Wörishofer Werkleiter Peter Humboldt nennt steigende Kosten als Gründe. Wenigstens die Gaskunden können aufatmen.

Schlechte Nachrichten für die Stromkunden in Bad Wörishofen: Zum Jahreswechsel wird der Strom aus der Steckdose teurer. Die Stadtwerke Bad Wörishofen erhöhen die Strompreise und begründen dies mit steigenden Strombezugskosten und Netzentgelten. Laut Werkleiter Peter Humboldt werden sich sich die Stromkosten für einen durchschnittlichen Haushalt im „PUR-Tarif“ mit einem jährlichen Verbrauch von 3500 Kilowattstunden um rund 42 Euro brutto pro Jahr verteuern, rechnet Humboldt vor.

Es gibt auch gute Nachrichten aus den Wörishofer Stadtwerken

Aber auch eine gute Nachricht haben die Stadtwerke Bad Wörishofen für ihre Kunden: Die Preise für Erdgas werden trotz gestiegener Einkaufspreise über die gesamte kommende Heizperiode stabil bleiben.

Die entsprechende Pressemitteilung der Stadtwerke wurde von Werkleiter Peter Humboldt unterzeichnet und beginnt positiv: In den Jahren 2017 und 2018 hätten die Stadtwerke Bad Wörishofen die Strompreise stabil halten können – auch aufgrund der bis vor einigen Jahren niedrigen Kosten für den Einkauf von Strom.

Preise an den Börsen steigen seit zwei Jahren

Seit etwas mehr als zwei Jahren würden die Strompreise an den Energiebörsen jedoch wieder deutlich ansteigen, während es bei den Kostenblöcken „Steuern und Abgaben“ kaum Entlastungseffekte gebe.

Die Preisanpassung sei auch aufgrund steigender Entgelte für die Nutzung der Stromnetze erforderlich. „Wir werden im kommenden Jahr mehr für die Nutzung der Stromleitungen bezahlen müssen. Diese steigenden Kosten und die steigenden Kosten für den Stromeinkauf können wir nicht mehr auffangen“, so Humboldt. Eine wesentliche Ursache für steigende Netzkosten sei, dass aufgrund des starken Wachstums der Erneuerbaren Energien die Verteilernetze massiv aus- und umgebaut werden müssten.

Immer mehr Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien liefern, müssten laut Humboldt an das Netz angeschlossen werden.

„Strom aus Wind und Sonne wird außerdem zunehmend dezentral und teilweise verbrauchsfern erzeugt. Deshalb muss auch das Übertragungsnetz ausgebaut werden, um den Strom zu den Verbrauchszentren transportieren zu können“, erklärte der Werkleiter der Stadtwerke Bad Wörishofen.

Die Netzentgelte würden von den staatlichen Regulierungsbehörden insbesondere mit Blick auf Kosteneffizienz streng geprüft und genehmigt. Sie machen laut Pressemitteilung im Bundesdurchschnitt etwa 25 Prozent am Strompreis aus.

„Zwei steigenden Bestandteilen des Strompreises stehen damit zwei Preisbestandteile gegenüber, die sich kaum verändern. Unterm Strich haben diese Faktoren dazu geführt, dass wir unsere Kalkulation überarbeiten und die Preise zum 1. Januar 2019 anpassen müssen“, erklärte Peter Humboldt von den Stadtwerken.

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