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Bad Wörishofen

05.12.2018

Stadtwerke wollen anbauen

Die Stadtwerke Bad Wörishofen brauchen mehr Platz.
Bild: Helmut Bader

Die Planungen für die Werkserweiterung laufen. Derweil dürfen sich die Stadtverantwortlichen auf einen warmen Geldregen freuen.

Wenn die Stadtwerke Bad Wörishofen Bilanz ziehen, freuen sich die Verantwortlichen der Stadt Bad Wörishofen. So auch diesmal. 619000 Euro überweisen diese aus ihrem Jahresabschluss 2017 an die Stadt. Das ging aus dem Bericht von Werkleiter Peter Humboldt hervor. Dieser berichtete sehr strukturiert über den Jahresabschluss 2017, die Finanz- und Vermögenslage der Stadtwerke und stellte dazu den Wirtschaftsplan für 2019 vor. Bei den Stadtwerken selbst wird über Erweiterungsmöglichkeiten in der Zukunft nachgedacht, wie zu erfahren war.

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Aufgewendet werden mussten bei den Stadtwerken im Jahr 2017 rund 35 Millionen Euro, was einer Steigerung um etwa 3 Millionen gegenüber dem Vorjahr entsprach. Dabei erzielte das Werk einen Gewinn von 1,4 Millionen Eurot, der neben dem Zuschuss für die Stadt großteils in die Rücklagen für weitere Investitionen floss. 1,5 Millionen wurden in die Bereiche Strom, Wasser, Gas investiert, an Verbindlichkeiten wurden etwa 600 000 Euro abgebaut und der Betrieb verfügt mittlerweile über eine Eigenkapitalausstattung von stolzen 56 Prozent. Der Prüfungsbericht der übergeordneten Institutionen habe keinerlei Beanstandungen ergeben, so Peter Humboldt. Stadtrat und Werkreferent Josef Kunder (CSU) merkte dazu an, dass die Stadtwerke für die Kommune elementar wichtig seien und lobte vor allem deren Eigenkapitalausstattung. Stadtrat Claus Thiessen (FDP) erkundigte sich nach den Kosten für den ÖPNV und erhielt zur Antwort, dass diese in den Kosten mit eingerechnet seien.

Mit diesen Erlösen rechnet der Bad Wörishofer Versorger im nächsten Jahren

Dem Wirtschaftsplan für das Jahr 2019 nach dürften der Umsatz und die Erlöse erneut um die 35 Millionen betragen. 3,2 Millionen sind für größere Investitionen vorgesehen. Es sollen etwa 600 000 Euro an Darlehen getilgt werden und als Abführung an die Stadt sind zunächst 400000 Euro im Plan eingestellt. 160000 Euro sind für die Planung der Erweiterung der Stadtwerke vorerst vorgesehen. Wie Peter Humboldt gegenüber unserer Zeitung anfügte, steht eine Erweiterung der Büro- und Lagerkapazitäten im Raum, die sich aber noch im Anfangsstadium befindet. Die Stadtwerke stießen demnach an einigen Stellen bereits an ihre räumlichen Grenzen oder hätten diese bereits überschritten. Angedacht ist eine Erweiterung am bestehenden Gebäude und bei den Lagerhallen daneben. Peter Humboldt ist froh, dass das Gelände einst flächenmäßig großzügig angelegt wurde, so dass genügend Platzkapazitäten vor Ort vorhanden seien. Es werde jetzt ein Konzept für die künftige Standortentwicklung und im Laufe des Jahres eine Grundlage für die Entscheidungsgremien entwickelt.

Zusammenfassend betonte Peter Humboldt, dass sich die Stadtwerke insgesamt gut entwickelt hätten, was nur deshalb möglich gewesen sei, weil er eine „tolle Mannschaft“ habe. (heb)

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