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Bad Wörishofen

10.10.2019

Stefan Welzel will Bürgermeister von Bad Wörishofen werden

Stefan Welzel will Bürgermeister von Bad Wörishofen werden. Die CSU hat den Rechtsanwalt als Kandidaten nominiert.
Bild: CSU

Die CSU in Bad Wörishofen hat ihren Ortsvorsitzenden Stefan Welzel für die Bürgermeisterwahl nominiert.

Stefan Welzel will Bürgermeister von Bad Wörishofen werden. Die CSU hat ihren Ortsvorsitzenden bei der Nominierungsversammlung am Donnerstagabend im Gasthof Adler als Kandidat nomininert. Welzel war der einzige Bewerber. Er erhielt 53 von 54 abgegebenen Stimmen. Welzel ist 49 Jahre alt und arbeitet als Rechtsanwalt. Welzel ist verheiratet und hat eine sieben Jahre alte Tochter. In der Kommunalpolitik ist der Wörishofer seit Jahren aktiv. Welzel ist Zweiter Bürgermeister Bad Wörishofens, CSU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat und Mitglied des Kreistages Unterallgäu.

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"Die Monate intensiver Vorbereitung sind abgeschlossen", teilte Stefan Welzel als Ortsvorsitzender vor der Versammlung mit. Und weiter: "Die Kommunalwahlen sind die Gelegenheit, die Richtung für viele wichtige Sachthemen zu entscheiden."

Welzel ist der bislang vierte Bewerber um das Bürgermeisteramt in Bad Wörishofen

CSU-Mann Welzel ist nun der vierte Bewerber, der seinen Hut in den Ring wirft. Bereits bekannt war, dass sich Bürgermeister Paul Gruschka (FW) um eine weitere Amtszeit bewerben will. Die parteilose Kandidatin Regine Glöckner wurde bereits als Bürgermeisterkandidatin von Team-Kneippstadt-SPD nominiert, die Grünen schicken ihre Fraktionsvorsitzende Doris Hofer ins Rennen.

Stefan Welzel will Bürgermeister von Bad Wörishofen werden

"Bad Wörishofen braucht Gestaltungswillen und Zusammenhalt!", rief Welzel den fast 100 Zuhörern im Adler zu. Er stellte ein fünf Kernpunkte umfassendes Wahlprogramm vor, in das Themen der CSU-Gesprächsreihe mit Bürgern eingeflossen seien.

Fünf Kernpunkte für den Wahlkampf in Bad Wörishofen

Punkt 1: Bad Wörishofen braucht nach Ansicht der CSU ein zukunftsfähiges Kur- und Tourismuskonzept! Die Kneipp’sche Lehre müsse als Alleinstellungsmerkmal intensiver gepflegt und zeitgemäß kommuniziert werden. Man wolle das Kneippen als Weltkulturerbe installieren, neue Anziehungspunkte schaffen, und ein Konzept zur Errichtung neuer Reha-Kliniken entwickeln. So eine Lösung brachte Welzel auch für das geschlossene Kneippianum ins Spiel. Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Bad Wörishofen–Türkheim ist ein weiteres Ziel.

Aktive Wirtschaftspolitik und verlässliche Einnahmen sind das zweite Kernthema. Man müsse den Kontakt zu den Unternehmern wieder intensivieren, für eine verlässliche Wirtschaftspolitik sorgen, sich um die Ansiedlung neuer Unternehmen bemühen (Welzel: "Das muss Chefsache sein") und ein Citymanagements installieren. So will man mehr Leben in die Innenstadt und damit in die Geschäfte bringen.

Bad Wörishofen soll attraktiv für alle Generationen sein, das ist der dritte Punkt. Bezahlbarer Wohnraum ist ein Kernanliegen Welzels. Man dürfe nicht einfach so hinnehmen, dass nur hochpreisige Wohnungen entstehen. Familien benötigen zudem bedarfsgerechte Betreuungsangebote. Die CSU will eine städtische Entwicklungsgesellschaft für städtebauliche Aufgaben gründen, die Kita St. Anna modernisieren, außerdem die Pfarrer-Kneipp-Grund- und MIttelschule. "Die Toiletten müssen gemacht werden, die Mensa platzt aus allen Nähten", schilderte Welzel einige Punkte. Für das aus Brandschutzgründen geschlossene Jugendzentrum müsse eine Lösung gefunden werden, forderte Welzel außerdem. Die Jugend brauche so einen Treffpunkt. Die Erweiterung des Kreisseniorenheims Am Anger ist ebenfalls Anliegen der CSU, Welzel selbst hatte sich dafür bereits im Kreistag eingesetzt. Ein Mobilitätskonzept für Jung und Alt steht ebenfalls im Wahlprogramm.

Die Ortsteile sind der vierte Punkt, Dorfgemeinschaftshaus Schlingen, Dorferneuerung Stockheim, Ortsverbindung Frankenhofen-Schlingen, ein Kreisverkehr für Stockheims Boscha-Kreuzung, ein Flexibussystem und die Planung der neuen Feuerwehrhäuser sind einige Punkte.

Eine kompetente Verwaltung ist Punkt fünf. Diese habe man bereits, sagte Welzel, doch er will erreichen, dass die Mitarbeiter dort kreativ sein können. "Das schafft Motivation und trägt maßgeblich zu einer freundlichen und unbürokratischen Zusammenarbeit bei", findet die CSU. Hochwasserschutz sowie mehr wahrnehmbare Sicherheit in der Stadt sind weitere Anliegen Welzels. Konkret nannte er hier das Einfahren von Autos in die Fußgängerzone, das er problematisch sieht.

Mehr zu Stefan Welzels Rede im Adler lesen Sie in einem folgenden, ausführlichen Bericht über die Nominierungsversammlung der CSU Bad Wörishofen.

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