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Corona-Pandemie verschlechtert weltweite Ernährungslage

07.03.2009

Stil überdenken

Die Entscheidung von Kultusminister Ludwig Spaenle, auf ein Gymnasium Buchloe zu verzichten, war die positive Nachricht der Woche. Es ist eben nicht politisch entschieden worden, wie insgeheim befürchtet, sondern nach Sachlage.

Wer nun gemeint hat, das Thema käme damit endlich zur Ruhe, sieht sich leider getäuscht. Buchloes Bürgermeister und der Ostallgäuer Landrat kämpfen weiter. Das ist ihr beider gutes Recht, auch wenn sich vor allem Landrat Johann Fleschhut etwas im Ton vergaloppiert hat. Dem Kultusminister zu unterstellen, er habe das Thema "noch nicht überrissen", ist angesichts der nun schon monate-, ja jahrelangen Prüfungsphase, einfach daneben. Tatsächlich haben gerade die Befürworter eines Buchloer Gymnasiums die Politik bemüht - trotz der stichhaltigen Argumente.

Massiver Kritik aus Buchloe sieht sich Staatssekretär Franz Josef Pschierer ausgesetzt. Das ist ungerecht. Der Finanzpolitiker aus Mindelheim hat sehr früh deutlich gemacht, dass er ein Gymnasium Buchloe für sachlich falsch hält. Das verübelt man ihm nun.

Was momentan irritiert, ist der Stil der Auseinandersetzung, der in jüngster Zeit sehr ins Persönliche abgeglitten ist. Hier kann man nur an alle Beteiligten appellieren, wieder zu einem normalen Maß zurückzufinden. Bei aller unterschiedlichen Auffassung in dieser Sache: Hier geht es nicht um Krieg und Frieden. Das Unterallgäu wünscht gute Nachbarschaft mit dem Ostallgäu.

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