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Bad Wörishofen

07.04.2021

Stiller Corona-Protest vor dem Bad Wörishofer Rathaus

Um gegen die anhaltenden Corona-Beschränkungen zu demonstrieren, legten die Teilnehmerinnen Kinderschuhe und handgeschriebene Plakate vor dem Rathaus ab.
Foto: Samantha Böhm

Plus Bürgermeister Stefan Welzel (CSU) zeigt Verständnis für die Belastungen von Eltern in der Corona-Krise.

Auch in Bad Wörishofen haben sich, so wie im ganzen Unterallgäu und im gesamten Bundesgebiet, Eltern einem stillen Corona-Protest angeschlossen. Sie legten Kinderschuhe und handgeschriebene Plakate vor dem Rathaus ab. Mit der Aktion wenden sie sich gegen geltende Maßnahmen der Corona-Beschränkungen im Umfeld von Kita-Kindern, Schülerinnen und Schülern. „Kinder brauchen Bildung“ steht beispielsweise auf einem Plakat. Von manchen kritisch gesehen wird auch das regelmäßige Testen gesunder Kinder.

Bad Wörishofens Bürgermeister kam mit mehreren Müttern ins Gespräch

Als Bürgermeister Stefan Welzel (CSU) die Aktion vor dem Rathaus mitbekam, kam er vor das Gebäude und mit mehreren Müttern ins Gespräch. Er zeigte Verständnis für alle Beteiligten und die nun seit Monaten andauernde, schwierige Situation im Kita- und Schulumfeld, heißt es in einer Pressemitteilung.

Es seien jetzt schon hohe Belastungen, die Kinder wie Eltern bestehen müssten, so Welzel. Die Mütter betonten, dass sie auch die Corona-Verordnungen an Schulen und Kitas in der jetzigen Form nicht gutheißen. Der Bürgermeister habe hier darauf hingewiesen, dass Entscheidungsträger die Bayerische Staatsregierung sei. Entscheidungsspielräume vor Ort blieben deshalb inzwischen praktisch keine mehr. Die Pandemie-Regeln träfen vor allem junge Familien mit Kindern. So können diese nur sehr eingeschränkt die Bildungseinrichtungen, Verwandte und Freunde besuchen. Wichtig sei ein geregelter Alltag und die Rücksicht insbesondere auf die psychische Situation der Kinder, so die Mütter. Einen gleichzeitigen Test aller Kinder im Klassenzimmer sehe man hier allgemein sehr kritisch.

Bürgermeister Welzel versprach, sich hier politisch dafür einzusetzen, dass noch mehr Rücksicht auf das Kinderwohl genommen wird. „Es kann nicht sein, dass man seitens des Kultusministeriums den Schulleitern empfiehlt, die vorgegebenen Tests mit psychologischer Betreuung zu flankieren. Das hieße, sehenden Auges Probleme zu schaffen. Richtiger ist, einen Weg zu finden, bei dem die Kinder möglichst keinen weiteren psychischen Belastungen ausgesetzt werden“, so der Bürgermeister.

Lesen Sie dazu auch: Corona-Demo in Türkheim: Lautstarker Protest gegen den Lockdown

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