04.03.2009

Stoiber im Stadtrat

Bad Wörishofen Steht der Stadtverwaltung womöglich ein Entbürokratisierungs-Workshop ins Haus? Nein, nicht Edmund Stoiber, sondern Michael Stoiber (nicht verwandt mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten) war zu Gast im Stadtrat und er ist Geschäftsführer der Unterallgäu Aktiv GmbH mit Sitz in der Kneippstraße in Bad Wörishofen. Er stellte sowohl die Organisationsstrukturen wie auch verschiedenste Projektgruppen und Wirtschaftsförderungen vor. 36 Projekte mit 3,5 Millionen Euro EU-Förderungen konnten so zum Beispiel im Unterallgäu in den vergangenen Jahren verwirklicht werden. Die Unterallgäu Aktiv tritt seit Anfang des Jahres auch als Reiseveranstalter auf und bietet Pauschalangebote im Unterallgäu an. Acht Übernachtungsbetriebe aus Bad Wörishofen machen mit. Im Mai 2009 wird voraussichtlich das neue Unterallgäuer Wirtschaftsportal freigeschaltet werden.

Unisono begrüßte der Wörishofer Stadtrat die "innovativen Ideen" und die vollzogene Entwicklung der Unterallgäuer Aktiv GmbH. Martin Kistler, der auch den Beirat dort leitet, wünschte sich, dass noch mehr Gemeinden als bisher mit aufspringen. Gesellschafter heute sind der Landkreis, der auch die Defizite trägt, und die Gemeinden Bad Wörishofen, Bad Grönenbach, Ottobeuren und Babenhausen.

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Finanzierung für das Dorfgemeinschaftshaus steht

Haupttagespunkt der Stadtratssitzung war sicherlich das geplante Dorfgemeinschaftshaus in Dorschhausen. Der Stadtrat gab grünes Licht für einen möglichst raschen Baubeginn.

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Vorgestellt wurde das Projekt ja bereits in der Bauausschusssitzung (wir berichteten), neu war der Finanzierungsplan. Insgesamt liegt die Kostenschätzung bei rund 700 000 Euro für das Dorfgemeinschaftshaus und 250 000 Euro für das angrenzende Feuerwehrhaus. Laut der Regierung kann mit einer Förderung über die Soziale Stadt von rund 300 000 Euro gerechnet werden. Die insgesamt 12 Vereine, die das Dorfgemeinschaftshaus nutzen werden, wollen 200 000 Euro an Eigenleistungen einbringen. Für den Erlös des alten Feuerwehrhauses und den Bauplatz der alten Schule rechnet die Stadt mit Einnahmen in Höhe von 90 000 Euro. Der zu erwartende Zuschuss beim Feuerwehrhaus liegt bei pauschal 80 000 Euro. "Der Kostenanteil der Stadt liegt somit bei rund 360 000 Euro gleichmäßig verteilt auf die zwei Haushaltsjahre 2009 und 2010", so Holetschek.

Ein neues Zentrum mitten im Dorf wird geschaffen

Der Bürgermeister freut sich sehr, dass mit dem Dorfgemeinschaftshaus ein neues Zentrum im Dorf geschaffen werden kann und alle Vereine an einem Strang ziehen. "Ich ziehe schon jetzt den Hut vor der tollen Gemeinschaftsleistung", so auch SPD-Stadtrat Bernd Schmeink. Ebenso zollte CSU-Fraktionssprecher Martin Kistler der Dorfgemeinschaft großes Lob. FDP-Stadtrat Dr. Claus Thiessen gab bei allem positivem Zuspruch zu bedenken, dass Vereinshäuser zum Gaststättensterben in den Dörfern mit beitragen.

Jugendreferentin Marion Böhmer von der CSU fragte nach, ob im Dorfgemeinschaftshaus auch ein eigener Raum für die Jugend vorgesehen sei. Im Namen der Vereine antwortete Georg Singer, dass bisher der Wunsch noch nicht geäußert worden sei. Grundsätzlich stünde das Haus für Jung und Alt offen.

Erste Gespräche bezüglich eines Dachverbandes, der dann Vertragspartner der Stadt wird, seien auch bereits geführt worden. Dieser Dachverband müsste auch den Nutzungsvertrag des Dorfgemeinschaftshauses regeln.

Die nächste Bürgerversammlung in Dorschhausen findet am Donnerstag, 2. April, um 20 Uhr im Gasthaus "Forelle" statt. Zudem hat Bürgermeister Klaus Holetschek in Zusammenarbeit mit Marion Böhmer einen Jugendstammtisch am Mittwoch, 18. März, um 18 Uhr, voraussichtlich in der ehemaligen Schule einberufen.

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