Newsticker

Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf höchstem Stand seit April
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. TSV Kirchheim geht das Geld aus

15.06.2009

TSV Kirchheim geht das Geld aus

Kirchheim (un) - Dem TSV Kirchheim geht beim Stadionneubau das Geld aus. Bei der Tribüne kommen die Sportler um Vorstand Karl Scheifele langsam an die Grenzen ihrer finanziellen Möglichkeiten. Deswegen wandten sie sich nun an den Markt mit der Bitte, nach einer weiteren Finanzspritze.

Unbestritten hat sich der TSV Kirchheim eine große Aufgabe geschultert, als er den Umzug vom Schützenwäldchen an die Haselbacher Straße beschloss. Seit 2002 wurde geplant und im Jahre 2003 mit dem Stadionbau begonnen.

Insgesamt ging man beim Bau von Fußballplätzen, Sportheim und Tribüne von Kosten in Höhe von 800 000 Euro aus. Am Ende werden es wohl um die 1,2 Millionen Euro sein. Der Bayerische Landessportverband hatte ein Darlehen in Höhe von 400 000 Euro in Aussicht gestellt.

Nach viel Lob von allen Seiten wollte der Vorstand nun auch noch die Tribüne anpacken. Finanziert werden sollte dieses neue Vorhaben von einem Rest des BLSV-Darlehens und einem weiteren Darlehen.

TSV Kirchheim geht das Geld aus

Doch nun sind anscheinend einige Dinge falsch gelaufen. Die Tribüne wurde größer als angenommen und somit steigen auch die geschätzten Kosten. Außerdem explodierten die Stahlpreise und somit auch die Kosten für die Tribüne. Rund 75 000 Euro hängen somit noch in der Luft.

Wortgefechte in Marktratssitzung

In der Not wandte sich der TSV nun nochmals an die Gemeinde. Die hatte im Vorfeld schon einen Zuschuss in Höhe von 200 000 Euro beim Start gegeben. Für die Tribüne wollte die Gemeinde nochmals einen verlorenen Zuschuss in Höhe von 60 000 Euro geben und weiter wurde eine rückzahlbare Zwischenfinanzierung in Höhe von 40 000 Euro vereinbart. Diese Summe reicht aber nun nicht aus, auf den Markt käme wohl nochmals ein Zuschuss in Höhe von 30 000 Euro zu. In der jüngsten Marktratssitzung kam es dann zu hitzigen Wortgefechten. Bürgermeister Hermann Lochbronner versuchte die Diskussion zu strukturieren und der Rat beschäftigte sich zunächst mit der Frage, ob man die Tribüne grundsätzlich fertigstellen und der Markt prinzipiell nochmals den Geldbeutel aufmachen soll. Als Brücke hatte Lochbronner den Vorschlag gebracht, man müsse auch nach kostengünstigeren Lösungen, zum Beispiel in Holzbauweise, suchen.

Marktrat Markus Holzheu, selbst vom Fach, hatte sich bereit erklärt, Alternativangebote auszuarbeiten, wollte aber vorher den Grundsatzbeschluss, um nicht umsonst sich die Arbeit zu machen.

Nach heftiger Aussprache wurde dann knapp mit 7:6 abgestimmt, das Bauwerk zu vollenden und grundsätzlich nochmals einen Zuschuss zu geben. Marktrat Holzheu wird nun an einer Alternativlösung arbeiten.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren