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Tag der Hängematte: Einfach mal hängen lassen

Oliver Wolff
Kommentar Von Oliver Wolff
22.07.2020

Plus Unser Autor philosophiert am "Tag der Hängematte" über neumodische Steingärten. Machen die wirklich weniger Arbeit? Ein Kommentar mit Augenzwinkern.

Vom Balkon aus wurde er wieder gesichtet, der Nachbar ein paar Häuser weiter, wie er seinen Garten forensisch nach Unkräutern untersucht. Wobei, Garten kann man diesen billigen Stonehenge-Abklatsch auf platt gewalzter Schotterpiste nicht nennen.

Insekten-Grabstätte statt Kulturerbe

Vor einiger Zeit summten dort noch Bienen, morgens zwitscherten die Vögel. Aber Geranien und Co. mussten Zierkies des Typs „Marswüste Dark Grey“ weichen und Hecken wurden durch grabsteinähnliche Granitplatten aus der Produktreihe „Obelix 2000“ ersetzt.

Ein Steingarten macht kaum Arbeit - falsch gedacht

„Ich will einen Garten, der keine Arbeit macht“, hat der besagte Zeitgenosse mal im Small Talk erklärt. Jetzt hat er mehr Arbeit als zuvor, denn die Natur schlägt zurück. Aus den Ritzen sprießen hartnäckige Windengewächse, ein schmieriger Algenteppich breitet sich auf dem Kiesbett aus. Der Griff zum Totenkopf-Kanister hilft nur temporär. Nach dem schweißtreibenden Einsatz in der brütenden Mittagshitze verschwindet der Nachbar mit feuerrotem Kopf im Haus.

Eine Hängematte für die Seele

Zeit, selbst in den Garten zu gehen, wohlgemerkt in den schattigen. Die einen finden, er sei verkommen. Andere sagen: "Er ist vollkommen." Es darf halt alles wachsen, wie es will. Na ja, fast alles. Zumindest ein Platz muss frei bleiben – für die Hängematte zum Seele baumeln lassen. Wer hat hier also weniger Arbeit mit seinem Garten?

Lesen Sie passend zu diesem Thema unseren Artikel: Tag der Hängematte: Abhängen im Garten

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