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Verkehr

10.10.2017

Tempo-30-Ausbau gebremst

Türkheim braucht weitere Tempo-30-Bereiche, findet das Mobilitätsteam.
Bild: Franziska Wolfinger

Türkheims Mobilitätsteam sieht weiteren Handlungsbedarf und macht konkrete Vorschläge. Beschlossen wird am Ende aber nur einer der Anträge

In Teilen Türkheims wird nach Ansicht des Mobilitätsteams immer noch zu schnell gefahren. Der Marktrat gab nun Lösungsvorschlägen der Gruppe breiten Raum.

Seit der Einführung einer Mitfahr-Organisation und einer Geschwindigkeitsreduzierung auf Türkheims Hauptdurchgangsstraße sorgt sich das vierköpfige Team mit Reinhardt Schneider, Brigitte Mücksch-Klein, Bernd Schweisser und Agnes Sell um eine weitere Entschleunigung. Aufgrund eigener Beobachtungen beantragte das Team zunächst die Verlängerung der Tempo-30-Regelung auf der Nord-Süd-Achse, also über den Kernbereich der Maximilian-Philipp-Straße hinaus bis zum Ortsausgang der Augsburger Straße und im Süden bis zur Martins-Kurve. An dieser Stelle zweigt die Irsinger Straße zum Gymnasium ab. Aus Sicht des Mobilitätsteams sind viele Autofahrer auf der nördlichen Anfahrt zur Ortsmitte zu schnell unterwegs, während es südlich des Tores eine plausible Grenze der Tempo-30-Regelung vermisst. Hier befinde man sich bis einschließlich des Gymnasiumsgeländes im Bereich von Schulen, Kindergärten und Senioreneinrichtungen.

Bürgermeister Christian Kähler hatte zur unmittelbaren fachlichen Bewertung der Anträge Ordnungsamtsleiter Posmik hinzugezogen. Dieser verwies auf die aktuellen Regelungen der Straßenverkehrsordnung, die keine Sonderregelung unter die innerörtlichen 50 km/h auf Durchgangsstraßen zuließe. Lediglich im 300-Meter-Umkreis von Schulen, Kindergärten und Senioreneinrichtungen könne die zulässige Höchstgeschwindigkeit noch weiter abgesenkt werden.

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Bei der Ost-West-Durchquerung des Wertach-Marktes wünscht sich das Mobilitätsteam ebenfalls eine weitere Geschwindigkeitsreduzierung im Bereich der Kirche und des Kindergartens. Gemeinderätin Annemarie Huber sah dazu aus eigener Erfahrung allerdings keinen Bedarf für die Kirchgänger. Posmik gab zu bedenken, dass der Verkehr im Bereich der Einmündung zur Maximilian-Philipp-Straße ohnehin mit reduzierter Geschwindigkeit unterwegs sei. Josef Vogel plädierte dennoch für einen befürwortenden Beschluss als Signal an das hier ja zuständige Landratsamt. Acht Ratsmitglieder mochten dem Antrag dessen ungeachtet nicht folgen. Auch eine Geschwindigkeitssonderregelung auf der Augsburger Straße fand nur sieben Befürworter.

Anders dagegen die beantragte Tempo-30-Beschränkung für die Sudentenstraße. Hier sieht auch Posmik keinen Konflikt mit der Straßenverkehrsordnung. Gegen eine Stimme wurde sie beschlossen. Dem vorgezogenen Bebauungsplan des „Sondergebiets Einzelhandel“ steht im Grunde nichts im Wege. Einzelheiten erläuterten Manfred Plank von der Firma Bekon Lärmschutz & Akustik GmbH und Thomas Haag von Abtplan, Kaufbeuren. Geltende Regelungen für den Anlieferverkehr, der zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr früh ausgeschlossen ist, würden eingehalten, so Manfred Plank.

Im Zusammenhang mit dem Projekt Waaghaus beschloss der Marktgemeinderat nach Vorgabe der Regierung von Schwaben die Fortschreibung des „Integrierten Ortsentwicklungskonzepts“. Erstmalig wurde ein solches Gutachten 1991 erstellt, in dem unter anderem die demografische Entwicklung, Risiken und Verkehrsanbindung mit dem Ziel einer funktionellen Stärkung historischer Ortskerne erfasst werden.

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