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Mindelheimer Frundsbergfest

12.11.2016

Teure Rösser und andere Geldsorgen

Pferde gehören zum Frundsbergfest (hier ein Bild von 2009) einfach dazu. Doch die Gage dafür wird höher.
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Pferde gehören zum Frundsbergfest (hier ein Bild von 2009) einfach dazu. Doch die Gage dafür wird höher.
Bild: Wenzel

Warum der Frundsberg Festring über Mehrkosten klagt und wie er das Problem lösen will.

„Ja ist denn schon wieder Frundsbergfest“, wunderte sich ein Stadtrat angesichts der gut besuchten Versammlung des Frundsberg Festrings im Forum. Da war sicher der Wunsch Vater des Gedankens. Denn zur nächsten Zeitreise müssen sich die Mindelheimer noch bis 29. Juni 2018 gedulden.

Vorsitzender Norbert Sliwockyi weckte in seinem Rückblick bereits die Vorfreude. Was den Festring besonders freute, war die Verleihung des Bayerischen Heimatpreises und der Ankauf der Frundsberg-Biografie von Dr. Reinhard Baumann. Doch dies täuscht nicht darüber hinweg, dass der Verein finanzielle Sorgen hat. Er hat mit ständig steigenden Kosten zu kämpfen. Besonders zu Buche schlagen die hohen Energiekosten, aber auch die Ausgaben für Security sowie Instandhaltung von Immobilien und Fundus. Für Ebbe in der Kasse des Festringes sind zudem Mindestlohn und steigende Fixkosten verantwortlich. Allein für den Aufgalopp der rund 200 Rösser rechnet man beim Frundsbergfest 2018 mit Mehrkosten von 10000 Euro. „Events wie das Oktoberfest in München machen uns die Preise kaputt“, klagte Sliwockyi über die Gage für Tiere und deren Besitzer.

Der Beitrag steigt um zehn Euro

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Um ohne Fremdkapital finanziell über die Runden zu kommen, blieb dem Verein nichts anderes übrig, als an der Beitragsschraube zu drehen. Dafür hatten die Mitglieder vollstes Verständnis. So stieß der Vorschlag, den Beitrag für Erwachsene von 20 auf 30 Euro und für Kinder von sieben auf zehn Euro anzuheben auf Zustimmung. Schließlich wurden die Beiträge zuletzt 2001 angepasst.

„Mit 1401 Mitgliedern ist der Festring bestens aufgestellt“, freute sich Roland Ahne. Der Vize-Vorsitzende kündigte die Gründung einer Arbeitsgruppe an, die zwischen den Frundsbergfesten Veranstaltungen für Mitglieder organisieren soll. An Workshops, Vorträge, Museumsbesuche und Tanz-Matineen ist gedacht. Ziel ist es, die Marke „Frundsberg Festring“ besser bei Freunden und Mitgliedern zu verankern. Nach Berichten der Frontleute der Fähnlein Frundsberg und Helfenstein, der Mindelonia, der Narrenzunft Durahaufa und der Armbrustschützengilde im Fähnlein Rechberg, schlug die Stunde der vielen Helfer, die das „Uhrwerk Festring“ am Laufen halten.

Sechs Ehrenamtliche werden stellvertretend geehrt

Stellvertretend für alle zeichnete Vorsitzender Sliwockyi sechs Ehrenamtliche aus. Die bayerische Ehrenamtskarte ging an Hans-Jürgen Brandenburg, Helmut Faßnacht, Günter Lukas, Nadine Hermanns, Alexandra Eichele und Bettina Baur. Für besonderes Engagement um die Armbrust steckte Jürgen Greisel, Gildemeister im Fähnlein Rechberg, Michael Pfeiffer das Verdienstabzeichen mit silbernem Lorbeerkranz des Bayerischen Armbrustschützenverbandes aus.

Schatzmeister Josef Wegscheider bescheinigte dem Festring „geordnete, wirtschaftliche Verhältnisse“. Der Verein gab im Frundsbergjahr 2015 für Anschaffungen 54000 Euro aus und machte 135000 Euro Gewinn. „Wir müssen jetzt schon Rücklagen bilden und an allen Schrauben drehen, um das nächste Event schultern zu können“, machte Wegscheider deutlich.

Auf diesen Termin freut sich schon Bürgermeister Stephan Winter. Er ist sich sicher, dass die nächste Reise ins Mittelalter mit Ritter Frundsberg in einer komplett sanierten Altstadt und vor passender Kulisse rund um das in neuem Glanz erstrahlende Untere Tor stattfindet. Fürs Frundsbergfest 2018 steht der Festring schon in den Startlöchern, will aber vorher, im Herbst 2017, noch mit einem Festakt sein 40-jähriges Bestehen feiern.

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