1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Therme Bad Wörishofen setzt voll auf die Venusquelle

Bad Wörishofen

21.09.2019

Therme Bad Wörishofen setzt voll auf die Venusquelle

In der Therme Bad Wörishofen wird das Thermal-Heilwasser der unmittelbar benachbarten Venusquelle genutzt.
Bild: Therme Bad Wörishofen

Was Thermen-Chef Jörg Wund zum beschlossenen Aus für die zweite Thermalwasserbohrung GT2 in Bad Wörishofen sagt.

Die Stadt Bad Wörishofen zieht einen Schlussstrich unter die kostspielige zweite Thermalwasserbohrung. Wie berichtet, laufen nach einem Stadtratsbeschluss nun die Pläne für den Rückbau der bislang rund sieben Millionen Euro teuren Anlage.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Die zweite Bohrung war ab 2005 bis auf 2600 Meter niedergebracht worden, um dauerhaft die Versorgung der benachbarten Therme Bad Wörishofen mit Thermalwasser sichern zu können. Doch daraus wurde nichts, denn das heiße Wasser aus großer Tiefe konnte aufgrund seiner Zusammensetzung nie als Badewasser in der Therme genutzt werden. Vor Schwierigkeiten stellt das Aus für die zweite Bohrung die Therme aber nicht. Jörg Wund setzt mit seiner Therme schon länger voll auf die erste Bohrung, die GT1, genannt Venusquelle. Diese rund 1100 Meter tiefe Quelle hat sich nach ersten Bedenken von Experten als stabil erwiesen. „Schon im Jahr 2005 wurden die Badewasseraufbereitungsanlagen so optimiert, dass dieses wertvolle Thermal-Heilwasser unseren Gästen in den bestehenden Becken jederzeit in ausreichender Menge zur Verfügung steht“, berichtet Jörg Wund.

Der Chef der Therme Bad Wörishofen Jörg Wund bedauert Versiegelung

„Wir bedauern es, dass die GT2 endgültig versiegelt wird“, teilte der Thermen-Chef der Mindelheimer Zeitung mit. „Hier hat uns allen – entgegen der Vorhersage der Geologen – die Erdgeschichte einen Strich durch die Rechnung gemacht“, bilanziert er.

Therme Bad Wörishofen setzt voll auf die Venusquelle

Bekanntlich trafen die Voraussagen von Experten zu Menge und Beschaffenheit des Wassers in 2600 Metern Tiefe nicht zu. Zuletzt hatte der Verkauf von Wärme noch für Einnahmen aus der Bohrung gesorgt, die von den Stadtwerken Bad Wörishofen finanziert wurde.

Aus informierten Kreisen war zuletzt zu hören, dass es nun auch denkbar sei, dass die Therme die Venusquelle übernimmt. Jörg Wund teilt zur Frage nach der Zukunft mit: „Laut unseres Grundsatzvertrages betreibt die Stadt die GT1 bis 2026“. \u0009"Kommentar

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren