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Bad Wörishofen

01.07.2019

Therme: Erbe des Bäderkönigs Josef Wund ist geregelt

Blick auf die Therme Bad Wörishofen.Bild: Ulrich Wagner

Plus Eineinhalb Jahre nach dem Unfalltod des Unternehmers und Visionärs Josef Wund ist nun klar, wie es mit dem Bäderimperium weitergeht.

Der Nachlass von Deutschlands Bäderkönig Josef Wund ist nun abschließend geregelt. Rund 18 Monate nach dem tragischen Unfalltod des Unternehmers Josef Wund hat die Josef Wund Stiftung gGmbH (JWS) den Erbschein vom Amtsgericht Tettnang erhalten. Das teilte die Stiftung am heutigen Montag mit. „Diesen großen und komplexen Nachlass einvernehmlich zu regeln, war nur Dank des guten Willens aller Beteiligten möglich“, ist sich Christoph Palm, der Geschäftsführer der JWS, sicher.

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„Wir sind sehr froh über den Abschluss des Verfahrens“, sagt Jörg Wund. „Das ist für die Familie ein weiterer wichtiger Schritt zur Bewältigung des so plötzlichen Todes meines Vaters. Nun können wir uns wieder ganz auf die unternehmerische Weiterentwicklung der Thermen konzentrieren“. Die Josef Wund Stiftung sei Alleinerbin, teilte die Stiftung mit. Für die Thermen in Bad Wörishofen und Erding gilt aber eine andere Regeltung. Jörg Wund ist der Sohn des verstorbenen Architekten und Visionärs Josef Wund. Wund junior hat die Thermen in Erding und Bad Wörishofen bereits 2016 weitestgehend übernommen und wird die Gesellschaften an den beiden Standorten zukünftig als alleinverantwortlicher Geschäftsführer leiten.

Alle weiteren Gesellschaften der Wund Unternehmensgruppe, zu denen unter anderem die Großbäder Sinsheim, Titisee-Neustadt und Euskirchen gehören, gehen in das Eigentum der Wund Stiftung über.

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Josef Wund hat vor seinem Tod vorgesorgt

Nachdem gemeinnützige Stiftungen generell keinen unternehmenslenkenden Einfluss ausüben dürfen, übernimmt diese Aufgabe, ebenso wie die Testamentsvollstreckung, die JW TV Vermögensverwaltung GmbH. Josef Wund habe diese Gesellschaft „vorausschauend gegründete und personell bestens besetzt“, wie die Stiftung weiter mitteilt. Die JW TV hat zwei Geschäftsführer, Peter Baumeister und Günter Renz.

„Wir haben die fordernde Phase des Übergangs bis hierhin gut gemeistert“, sagt Baumeister. Unter anderem Justizreform in Baden-Württemberg mit weit reichenden Auswirkungen auf Nachlassangelegenheiten hatte zu der Verzögerung bei der Ausstellung des Erbscheines geführt.

„Unsere Thermen sind jede für sich und in ihrer Gesamtheit eine Erfolgsgeschichte.“ Man werde „die nach wie vor vorhandenen Potenziale und unser einmaliges Know-How im Bauen und Betreiben von Bädern“ nutzen. Baumeister hat Josef Wund viele Jahre lang als Berater begleitet. Man werde „dem letzten Willen von Herrn Josef Wund folgend, strategische Entscheidungen treffen, sobald alle hierfür notwendigen formalen Voraussetzungen erfüllt sind“, kündigt er an.

Geschäftsführer der operativ tätigen Gesellschaften, die sich nun im Eigentum der Josef Wund Stiftung befinden, ist weiterhin Edelfried Balle, der seit dem Jahr 2010 in leitender Funktion für die Unternehmensgruppe tätig ist.

Josef Wund war am 14. Dezember 2017 bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe von Ravensburg auf einer Geschäftsreise tödlich verunglückt. (mz, m.he)

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