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12.03.2009

Therme nimmt nicht die gesamte Wassermenge ab

Die Stadtwerke werden nur einen Teil des aus Bohrung zwei geförderten Wassers an die Therme verkaufen. Das gab Bürgermeister Klaus Holetschek bekannt. Die Therme wird nicht die komplette Menge des zutage geförderten Wassers abnehmen, anders als ursprünglich geplant. Und anders, als ursprünglich genehmigt. Gebohrt werden durfte nämlich lediglich unter der Maßgabe, dass die komplette Menge des geförderten Thermalwassers zu Badezwecken verwendet wird. So hat es das Bergamt in München festgelegt.

Nun soll lediglich ein Fünftel bis zu einem Drittel des fast 90 Grad heißen Wassers dem Bad zugeführt werden, erklärt Stadtwerke-Chef Helmut Vater auf Anfrage. Der Bürgermeister sprach von 1,5 bis 2 Litern pro Sekunde, die an die Therme verkauft werden sollen. Als Grund nennt Vater den Wasserpreis, der durch die Kosten für die Aufbereitung stark gestiegen sind. Diese wurden mit einem Euro pro Kubikmeter Wasser kalkuliert. Dann wurde klar, dass ein wesentlich komplizierteres Verfahren notwendig wird, um die Badewasservorschriften einzuhalten, andererseits aber eine Zulassung als inhaltsreiches Heilwasser nicht zu gefährden. Nun verursache die aufwendige Filtertechnik Kosten von drei Euro je Kubikmeter. "Verständlich, dass der Therme das irgendwann zu teuer wird", so Vater.

Gefördert werden sollen aber trotzdem fünf Liter pro Sekunde. Das entspricht fast 2000 Badewannenfüllungen pro Tag. Nur soviel aus dem Boden zu holen, wie für die Therme benötigt wird, sei nicht möglich, sagt Vater.

"Bei einer geringeren Zahl an Litern pro Sekunde kommt das Wasser nur mit circa 55 Grad nach oben. Das bringt dann nicht mehr viel", so Vater weiter. Deshalb müsse man die Menge wie geplant fördern. Dem Rest des Wassers, der nicht von der Therme abgenommen wird, werde zunächst die Wärme entzogen. Damit soll gleichzeitig die Therme geheizt werden. Dies geschieht im Rahmen des bestehenden Liefervertrags für Wärme mit dem Bad. Anschließend soll das abgekühlte Wasser in die Kläranlage fließen. Für das neue Vorhaben braucht Vater aber auch eine neue Genehmigung des Bergamtes. Die ist beantragt.

Therme nimmt nicht die gesamte Wassermenge ab

Der nächste Schritt hin zur Versorgung der Therme mit Wasser aus der 4,5 Millionen Euro teuren Bohrung zwei lässt damit weiter auf sich warten. Das Wasser, das aus einer Tiefe von 2 600 Metern gewonnen wird, sollte ursprünglich schon im Sommer des vergangenen Jahres in die Becken der Therme fließen.

Auf die Ergebnisse der derzeit laufenden Untersuchungen hofft Vater gegen Ende des Monats. "Dann wissen wir, was wir noch zu tun haben."

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