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Tomaten im Garten

27.08.2018

Trixi, Murmel und mehr wachsen in Pfaffenhausen

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Über 40 Tomatensorten baut Fred Spicker in seinem Gewächshaus in Pfaffenhausen an.
Bild: Gutmann

Warum Tomatenfreund Fred Spicker ein Gewächshaus voller Lieblingssorten hat

Wer die kleine Trixi kostet, erfährt, dass auch eine Tomate eine Delikatesse sein kann, so herrlich süß-fruchtig-aromatisch schmeckt sie. „Trixi“ ist eine Cocktailtomatensorte, die Fred Spicker aus Pfaffenhausen in seinem Gewächshaus gepflanzt hat, zusammen mit etwa 40 weiteren Sorten. Außer „Trixi“ wachsen dort runde Stabtomaten, Fleischtomaten und Eiertomaten, so teilt Spicker die Sorten ein. Im Garten gedeiht die „Murmel“ (auch Johannisbeertomate genannt), eine winzige, rote Wildtomate aus Südamerika, die Alfred Spicker auch als „Urtomate“ bezeichnet. Im Gewächshaus ranken sich „Oaxacan Jewel“, eine mexikanische Fleischtomate in gelb-oranger Färbung, „Landshuter Riese“, ebenfalls eine Fleischtomate, „Corbarino“, eine Eiertomate und „Sweet Million“ eine Cocktailtomatensorte nach oben.

Er hatte bis zu 1300 junge Tomatenpflänzchen

Damit zählt Fred Spicker nur ein paar Namen seiner Tomaten auf. Auf die Frage, ob das seine Lieblingssorten sind, antwortet er „Alle Tomaten im Gewächshaus sind Lieblingssorten!“ Denn er züchtet Tomaten schon seit 30 Jahren, 2003 oder 2004 standen etwa 1300 Jungpflanzen in kleinen Töpfen in seinem Gewächshaus, sein persönlicher Höchststand. In all den Jahren hatte Spicker verschiedene Sorten probiert, manche weiter gepflanzt, andere aussortiert und so sind eben nur noch Lieblingssorten übriggeblieben.

Er hat viele Gartenzeitungen studiert, bei ökologischen Saatgutzüchtern bestellt, immer nur samenechte Pflanzen verwendet, also Sorten, die man selber weiterzüchten kann. In diesem Sommer bei der Hitze und Trockenheit muss täglich gegossen werden. „Zehn Liter für sechs Pflanzen müssen aber reichen,“ so Spicker. Die kleinen, jungen Pfänzchen düngt er mit Brennesselsud und einem Biodepotdünger mit Stickstoff, Phosphor und Kali.

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Guten Boden ist für  Tomaten wichtig

Wichtig ist auch ein guter Boden. Diesen wertet der leidenschaftliche Gärtner mit Zuckerrohr-Melasse, Kompost und sogenannten effektiven Mikroorganismen auf. Während die Tomatenpflanze wächst, müssen immer wieder die Triebe zwischen den Blattachsen ausgebrochen werden. „Ausgeizen“ nennt Spicker das. Damit wird verhindert, daß die Tomate sehr viele Triebe mit großer Blattmasse bildet und zu viele Früchte ansetzt, die dann aber unter Umständen nicht ausreichend versorgt werden können, klein bleiben und nur schlecht reifen.

Neben Tomaten baut er auch anderes Gemüse an

Bevor Spicker in Pension ging, arbeitete er in Ettringen als Lehrer. Damals lehrte er die Schüler wie Blumen und Gemüse gesät und großgezogen werden. Kurz vor dem Muttertag wurden die Pflänzchen in Töpfen verkauft und der Erlös ging an eine karitative Organisation. Über die Jahre kam dabei eine Summe von über 10 000 Euro zusammen. Dafür erhielt er 1995 die Silberdistel unserer Zeitung. Heute arbeitet Fred Spicker auf seinem Acker, südlich von Pfaffenhausen mit Kartoffel-, Salat- und Gemüseanbau und im Treibhaus beim Wohnhaus mit den Tomaten. Und das, wie er sagt, weil es ihm gut tut: die Bewegung im Freien, in der Natur und an der frischen Luft. Er erntet jedes Jahr viel mehr, als er und seine Frau Carola verbrauchen können. Was übrig bleibt wird verschenkt.

Und so landeten Trixi und ihre leckere Verwandtschaft schon auf so manchem Teller in der Region und haben für geschmackliche Überraschungen gesorgt.

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